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    Tages Monitor September 13, 2026

    Verfassungsschutz warnt: Jugend im Visier von Extremisten

    Rechtsextremisten nutzen gezielt soziale Netzwerke, um Jugendliche zu radikalisieren – Verfassungsschutz schlägt Alarm.

    Der aktuelle Verfassungsschutzbericht zeigt eine alarmierende Entwicklung: Die Zahl der Rechtsextremisten in Deutschland ist im vergangenen Jahr um mehr als 8.000 auf insgesamt 59.850 Personen gestiegen. Besonders besorgniserregend ist der gezielte Fokus der Szene auf die Radikalisierung von Jugendlichen. Laut dem Bericht nutzen Rechtsextremisten soziale Netzwerke wie Instagram, Tiktok und Telegram, um junge Menschen mit niedrigschwelligen Angeboten anzusprechen. Sie bieten Unterstützung bei persönlichen Krisen, Identitätsfindung und der Suche nach Gemeinschaft – und schaffen so einen gefährlichen Einstieg in die rechtsextreme Ideologie.

    Die Verfassungsschützer warnen vor einer zunehmenden Verjüngung und Vernetzung der Szene. Rechtsextremistische Inhalte, die oft menschenfeindliche Botschaften, Gewaltfantasien und sogar Mordaufrufe enthalten, verbreiten sich rasant im Internet. Besonders besorgniserregend ist die Bildung einer Online-Fankultur um rechtsextreme Attentäter, die junge Menschen zusätzlich anzieht. Die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten ist im Jahr 2025 um neun Prozent auf 1.395 gestiegen, während die Gesamtzahl rechtsextremistischer Straftaten mit 36.951 Fällen auf dem Niveau des Vorjahres blieb.

    Auch die AfD bleibt im Fokus des Verfassungsschutzes und wird weiterhin als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft. Der Bericht hebt hervor, dass sich die Partei ideologisch weiter homogenisiert hat, wobei gemäßigte Positionen zunehmend in den Hintergrund treten. Mit einer Mitgliederzahl von über 70.000 wird vermutet, dass auch die Zahl der Rechtsextremisten innerhalb der Partei gestiegen ist.

    Neben dem Rechtsextremismus verzeichnet der Bericht auch einen deutlichen Anstieg linksextremistischer Straftaten. Diese stiegen im Jahr 2025 um 39 Prozent auf 8.133 Delikte, während die Zahl der Gewalttaten um 61 Prozent auf 856 Fälle zunahm. Auch hier zeigt sich ein Trend zur Radikalisierung junger Menschen. Die Gründung der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Gießen im November 2025 verdeutlicht, wie linksextremistische und rechtsextremistische Gruppen zunehmend auf jugendliche Zielgruppen setzen, um ihre Ideologien zu verbreiten.

    Der Verfassungsschutz warnt eindringlich vor der wachsenden Gefahr durch Extremismus in Deutschland. Besonders die systematische Radikalisierung der Jugend durch soziale Netzwerke und die zunehmende Gewaltbereitschaft stellen eine ernste Bedrohung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung dar. Es bedarf entschlossener Maßnahmen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Gesellschaft zu schützen.


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