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  • Rügens Landrat fordert radikale Kursänderung in der Migrationspolitik

    Tages Monitor August 25, 2026

    Rügens Landrat fordert radikale Kursänderung in der Migrationspolitik

    Stefan Kerth, Landrat von Rügen, kritisiert die deutsche Migrationspolitik scharf und fordert eine offenere Debatte über politische Lösungen, auch mit Blick auf die AfD. Kurz vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern ruft er seine ehemaligen Partei- und Regierungskollegen zu einem deutlichen Umdenken auf.

    Stefan Kerth, Landrat von Rügen, sorgt wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern für Aufsehen mit seiner offenen Kritik an der deutschen Migrationspolitik. Der ehemalige SPD-Politiker, der 2023 nach 22 Jahren aus der Partei austrat, bezeichnete diese Politik als Ausdruck „politischen Wahnsinns“ und forderte eine realistischere Herangehensweise in der Debatte. Kerth kritisiert insbesondere die Strategie der Ausgrenzung gegenüber der AfD, die seiner Meinung nach nicht nur politisch gescheitert sei, sondern die Partei weiter stärke.

    In seinen Äußerungen betonte Kerth, dass die Zuwanderungsfrage das zentrale Thema sei, das viele Wähler zur AfD treibe. Er hob die dänische Sozialdemokratie als positives Beispiel hervor, die aus seiner Sicht pragmatischer und lösungsorientierter mit migrationspolitischen Herausforderungen umgehe. Diese Haltung, die in Deutschland oft als «völkisch» abgestempelt werde, könne auch eine Gelegenheit für die SPD sein, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, sagte der Landrat und kritisierte den mangelnden Reformwillen seiner früheren Partei scharf.

    Mit Blick auf die politische Zusammenarbeit schloss Kerth eine Koalition mit der AfD nicht aus und machte deutlich, dass die aktuellen Entfremdungsstrategien gegenüber AfD-Wählern kontraproduktiv seien. Die Ausgrenzung von Millionen Wählern als „rechtsextrem“ schaffe aus seiner Sicht eine zunehmend gespaltene Gesellschaft. Stattdessen forderte er, dass sich das politische System dem Dialog öffnet, um nachhaltige Lösungen zu finden und demokratische Prinzipien zu schützen. Kerth unterstrich, dass die Debatte um ein Verbot der AfD nicht zielführend sei und rief dazu auf, die Politik näher an die Lebensrealität der Bürger zu rücken.


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