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    Tages Monitor Oktober 12, 2026

    Explosion in Monaco: Mutmaßlicher Anschlag verletzt ukrainische Familie schwer

    Eine Explosion in Monaco hat am Montagabend eine ukrainische Familie schwer verletzt. Die Polizei geht von einem Anschlag aus.

    Am späten Montagabend ereignete sich in Monaco nahe der Grenze zu Frankreich eine schwere Explosion vor einem Wohnhaus. Dabei wurden der ukrainische Geschäftsmann Wadim Jermolajiw, seine Ehefrau und ihr 13-jähriger Sohn verletzt. Während die Eltern lebensgefährliche Verletzungen erlitten, kam der Sohn mit leichteren Verletzungen davon. Passanten, die durch den Vorfall unter Schock standen, wurden ebenfalls in Krankenhäuser eingeliefert. Die Polizei bestätigte, dass es sich wahrscheinlich um einen gezielten Anschlag handelt.

    Der Vorfall ereignete sich gegen 21 Uhr. Bilder vom Tatort zeigen eine zerstörte Haustür, verbogene Geländer und eine blutverschmierte Treppe. Ein Handyvideo zeigt zudem ein größeres Feuer in der Straße. Laut dem monegassischen Regierungschef Christoph Mirmand handelt es sich um den ersten derartigen Vorfall in der Geschichte des Fürstentums. Die Ermittlungen ergaben, dass der Sprengsatz mit Bolzen und Metallsplittern gefüllt war. Zeugen berichteten von einer Person, die eine Tasche oder ein Paket am Eingang des Gebäudes ablegte und anschließend flüchtete. Eine Großfahndung mit 40 Gendarmen und zwei Hubschraubern wurde eingeleitet.

    Wadim Jermolajiw, ein 58-jähriger Unternehmer aus der ukrainischen Stadt Dnipro, zählt zu den reichsten Ukrainern. Er ist bekannt für seine Projekte im Bereich Immobilienentwicklung, Agrarwirtschaft und Medizin. 2019 gab er die ukrainische Staatsbürgerschaft auf und erhielt einen zyprischen Pass. 2023 verhängte die ukrainische Regierung Sanktionen gegen ihn, da er trotz der russischen Besatzung der Krim dort weiterhin Geschäfte betrieben haben soll. Monaco und die französische Riviera gelten seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine 2022 als Rückzugsort für wohlhabende ukrainische Familien, darunter auch Jermolajiw.


    Quelle: faz.net

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