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  • Korruptionsverdacht: Razzien bei EM 2024-Tickets

    Tages Monitor September 11, 2026

    Korruptionsverdacht: Razzien bei EM 2024-Tickets

    Ermittlungen wegen Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung bei EM-Tickets erschüttern deutsche Städte und den DFB.

    Im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland haben Ermittler bundesweit Razzien durchgeführt. Betroffen sind zahlreiche Stadtverwaltungen sowie die Zentrale des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) in Frankfurt am Main. Der Verdacht: Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung durch die Vergabe von Tausenden Eintrittskarten zu Vorzugspreisen. Die Staatsanwaltschaft Bochum und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) leiten die Ermittlungen.

    Nach Angaben der Behörden sollen Mitarbeiter von Stadtverwaltungen die Tickets erhalten und unterschiedlich verwendet haben. Ein Sprecher des DFB sowie eine Sprecherin des LKA NRW bestätigten die Durchsuchungen. Die Maßnahmen dauern weiterhin an, und die Beschuldigten hatten bisher keine Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Es gilt die Unschuldsvermutung.

    Im Fokus der Ermittlungen stehen ein 66-jähriger Deutscher aus Gelsenkirchen und ein 46-jähriger Franzose. Der Deutsche, ein ehemaliger Mitarbeiter der Stadt Gelsenkirchen, soll zum Halbfinale Spanien gegen Frankreich nach München eingeladen worden sein. Dabei habe er einen finanziellen Vorteil von etwa 2.400 Euro erlangt. Der Mann ist bereits wegen anderer Delikte polizeilich bekannt und nicht mehr für die Stadt tätig.

    Die Ermittler vermuten, dass ähnliche Einladungen auch an Projektleitungen weiterer Gastgeberstädte ausgesprochen wurden. Zudem besteht der Verdacht einer strukturierten Vorteilsgewährung durch die Euro 2024 GmbH, eine Tochtergesellschaft der UEFA Events SA und der DFB EURO GmbH. Diese soll Tausende Eintrittskarten zur internen Verwendung an die zehn Austragungsstädte vergeben haben. Ob und in welchem Umfang diese Karten angenommen wurden, ist Teil der laufenden Untersuchungen.

    Die Fußball-EM 2024, die in zehn deutschen Städten ausgetragen wird, steht unter besonderer Beobachtung. Die Ermittlungen werfen ein Schlaglicht auf mögliche Korruption im Umfeld des Turniers. Die Behörden betonen, dass die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind und weitere Details folgen könnten. Die Öffentlichkeit bleibt gespannt, wie sich die Vorwürfe entwickeln und welche Konsequenzen daraus resultieren.


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