Instagram-Appell: Lunins mutiger Ruf an Putin
Tages Monitor
September 20, 2026
Instagram-Appell: Lunins mutiger Ruf an Putin
Ein Veteran fordert Wladimir Putin heraus und warnt vor einem möglichen Aufstand – ein brisantes Signal.
In einer Zeit, in der soziale Medien in Russland weitgehend blockiert sind, sorgt ein mutiger Instagram-Appell für Aufsehen. Alexandr Lunin, ein 39-jähriger Veteran und Videoblogger aus dem Dorf Lisinowka im Gebiet Woronesch, hat mit einem kurzen, aber explosiven Video Millionen erreicht – und die Aufmerksamkeit des Kremls auf sich gezogen. In dem Clip, der ihn in einer mit Orden behängten Jacke zeigt, fordert Lunin eine Audienz bei Präsident Wladimir Putin. Sollte ihm diese verweigert werden, droht er mit ernsthaften Konsequenzen, die bis zu einem Aufstand der Armee gegen den Kreml reichen könnten.
Lunin prangert in seinem Video die Missstände innerhalb der russischen Streitkräfte an. Er beschreibt, wie Soldaten von ihren eigenen Kommandeuren erpresst, gequält und sogar getötet werden, wenn sie sich weigern, „selbstmörderische Befehle“ auszuführen. Diese Praktiken, die er als „Annullierung“ bezeichnet, betreffen laut ihm Tausende von Soldaten. Seine Worte erinnern unweigerlich an die düstere Episode des Aufstands von Jewgenij Prigoschin, der vor drei Jahren den Kreml erschütterte. Doch anders als Prigoschin verfügt Lunin über keine bewaffneten Kräfte – seine Waffe ist die Öffentlichkeit.
Das Video verbreitete sich rasend schnell, vor allem auf Instagram, das in Russland nur über VPN zugänglich ist. Journalisten überprüften Lunins Hintergrund und fanden heraus, dass er nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 zunächst als Schütze und später als Leiter eines Spähtrupps kämpfte. Nach einer Verwundung und einem Disziplinarverstoß wurde er 2025 aus der Armee entlassen. Seine Botschaft, so behauptet er, sei ihm von Vertretern des Verteidigungsministeriums und anderer bewaffneter Strukturen aufgetragen worden – ein Detail, das Fragen über mögliche interne Konflikte innerhalb der russischen Machtstrukturen aufwirft.
Lunin ist nicht der erste, der über Instagram versucht, den russischen Präsidenten direkt anzusprechen. Im Frühjahr sorgte die Beauty-Bloggerin Viktorija Bonja mit einem ähnlichen Appell für Schlagzeilen. Doch während Bonja aufgrund ihres luxuriösen Lebensstils leicht diskreditiert wurde, scheint Lunins militärischer Hintergrund und seine direkte Kritik an den Zuständen in der Armee eine tiefere Resonanz zu erzeugen. Seine Forderung nach einer Audienz bei Putin ist nicht nur ein persönlicher Wunsch, sondern ein symbolischer Akt, der die wachsende Unzufriedenheit in der russischen Gesellschaft widerspiegelt.
Lunin prangert in seinem Video die Missstände innerhalb der russischen Streitkräfte an. Er beschreibt, wie Soldaten von ihren eigenen Kommandeuren erpresst, gequält und sogar getötet werden, wenn sie sich weigern, „selbstmörderische Befehle“ auszuführen. Diese Praktiken, die er als „Annullierung“ bezeichnet, betreffen laut ihm Tausende von Soldaten. Seine Worte erinnern unweigerlich an die düstere Episode des Aufstands von Jewgenij Prigoschin, der vor drei Jahren den Kreml erschütterte. Doch anders als Prigoschin verfügt Lunin über keine bewaffneten Kräfte – seine Waffe ist die Öffentlichkeit.
Das Video verbreitete sich rasend schnell, vor allem auf Instagram, das in Russland nur über VPN zugänglich ist. Journalisten überprüften Lunins Hintergrund und fanden heraus, dass er nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 zunächst als Schütze und später als Leiter eines Spähtrupps kämpfte. Nach einer Verwundung und einem Disziplinarverstoß wurde er 2025 aus der Armee entlassen. Seine Botschaft, so behauptet er, sei ihm von Vertretern des Verteidigungsministeriums und anderer bewaffneter Strukturen aufgetragen worden – ein Detail, das Fragen über mögliche interne Konflikte innerhalb der russischen Machtstrukturen aufwirft.
Lunin ist nicht der erste, der über Instagram versucht, den russischen Präsidenten direkt anzusprechen. Im Frühjahr sorgte die Beauty-Bloggerin Viktorija Bonja mit einem ähnlichen Appell für Schlagzeilen. Doch während Bonja aufgrund ihres luxuriösen Lebensstils leicht diskreditiert wurde, scheint Lunins militärischer Hintergrund und seine direkte Kritik an den Zuständen in der Armee eine tiefere Resonanz zu erzeugen. Seine Forderung nach einer Audienz bei Putin ist nicht nur ein persönlicher Wunsch, sondern ein symbolischer Akt, der die wachsende Unzufriedenheit in der russischen Gesellschaft widerspiegelt.
Redaktion & Recherche: Investigatives Desk | AboMatrix
