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  • Extremhitze: Deutschland schwitzt bei bis zu 42 Grad

    Tages Monitor September 14, 2026

    Extremhitze: Deutschland schwitzt bei bis zu 42 Grad

    Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Rekordtemperaturen und schweren Unwettern – Grüne fordern Sofortmaßnahmen.

    Deutschland steht vor einer extremen Hitzewelle: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert Temperaturen von bis zu 42 Grad, insbesondere in der Lausitz. Damit könnte der erst kürzlich aufgestellte Rekord von 41,5 Grad erneut übertroffen werden. Im Osten und Südosten werden Werte zwischen 39 und 41 Grad erwartet, während in anderen Regionen Deutschlands Temperaturen von 32 bis 38 Grad vorhergesagt sind. An der Küste bleibt es etwas kühler.

    Neben der Hitze warnt der DWD vor Unwettern mit Starkregen, schweren Sturmböen und Hagel. Die Auswirkungen der extremen Temperaturen sind bereits spürbar: In Leipzig haben die Verkehrsbetriebe den Straßenbahnverkehr bis Montagmorgen eingestellt. Grund dafür sind Hitzeschäden an Schienen und Weichen, die einen sicheren Betrieb unmöglich machen.

    Die Grünen fordern angesichts der Hitzewelle ein „Abkühl-Sofortprogramm“. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge betont die Dringlichkeit, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen besser zu klimatisieren. Sie schlägt ein Förderprogramm für „Klima-Solar-Anlagen“ vor, um die hohe Sonneneinstrahlung effizient zu nutzen und nachhaltige Kühlmöglichkeiten zu schaffen.

    Auch die Feuerwehr kämpft gegen die Folgen der Hitze. In der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg brach ein Waldbrand aus, der sich aufgrund der hohen Temperaturen und des böigen Winds schnell ausbreitete. Das Gebiet ist munitionsbelastet, was die Löscharbeiten erschwert. Einsatzkräfte versuchen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

    Die Hitze hat auch Auswirkungen auf den Wasserverbrauch: In Hamburg wurde am Mittwoch ein Tageshöchstwert von über 412 Millionen Litern Trinkwasser verzeichnet. Ein Sprecher von Hamburg Wasser erklärte, dass solche Spitzenwerte im Juni vorprogrammiert seien, da noch keine Sommerferien stattfinden.

    Tragische Folgen der Hitzewelle zeigen sich bei Badeunfällen: Seit Freitag sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. In Heidelberg ertrank ein 27-Jähriger im Neckar, in Neuhofen starb ein 30-Jähriger in einem Badesee. Ein Kind wird im Herner Meer vermisst, und in Hessen wurde ein 40-Jähriger tot aus einem Waldsee geborgen. Bereits am Freitag starb ein Mann in Dortmund, und ein Junge wurde in Isernhagen tot aus einem See geborgen.

    Die aktuelle Hitzewelle stellt Deutschland vor große Herausforderungen. Experten raten, sich vor der Sonne zu schützen, ausreichend zu trinken und körperliche Anstrengungen zu vermeiden.


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