Explosion in Monaco: Ukrainischer Oligarch Wadim Jermolajiw schwer verletzt
Explosion in Monaco: Ukrainischer Oligarch Wadim Jermolajiw schwer verletzt
Bei einer Explosion in Monaco am Montagabend wurden der ukrainische Geschäftsmann Wadim Jermolajiw, seine Ehefrau und ihr 13-jähriger Sohn verletzt, wobei die Eltern lebensgefährliche Verletzungen erlitten.
Am späten Montagabend ereignete sich in Monaco nahe der Grenze zu Frankreich eine schwere Explosion vor dem Eingang eines Wohnhauses. Dabei wurden drei Personen verletzt, darunter der ukrainische Geschäftsmann Wadim Jermolajiw, seine Ehefrau und ihr 13-jähriger Sohn. Während die Eltern lebensgefährliche Verletzungen erlitten, wurde der Sohn nur leicht verletzt. Die Verletzten sowie mehrere Passanten, die einen Schock erlitten hatten, wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der monegassische Regierungschef Christoph Mirmand bezeichnete den Vorfall als einen wahrscheinlichen Anschlag und erklärte, dass es sich um den ersten derartigen Vorfall in der Geschichte des Fürstentums handele.
Laut Angaben der monegassischen Generalstaatsanwaltschaft wurde der Sprengsatz mit Bolzen und Metallsplittern präpariert. Zeugen berichteten, dass eine Person eine Tasche oder ein Paket am Eingang des Gebäudes abgelegt habe und anschließend geflohen sei. Die Polizei hat eine Großfahndung nach dem mutmaßlichen Täter eingeleitet, bei der 40 Gendarmen und zwei Hubschrauber im Einsatz sind. Auf Handyfotos, die in sozialen Netzwerken kursieren, ist ein Mann in heller Hose, schwarzer Jacke und dunklem Anglerhut zu sehen, der angeblich vom Tatort flieht.
Wadim Jermolajiw, ein 58-jähriger Unternehmer aus der ukrainischen Stadt Dnipro, zählt zu den reichsten Ukrainern. Er machte sich als Immobilienentwickler einen Namen und leitete Projekte wie das Most-City, das größte Handelszentrum der Ukraine. Nach der russischen Annexion der Krim im Jahr 2014 setzte er seine Geschäfte auf der Halbinsel fort, was ihm 2023 Sanktionen durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einbrachte. Seine Vermögenswerte wurden eingefroren, und ihm wurden Finanzgeschäfte in der Ukraine für zehn Jahre untersagt. Seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine 2022 haben sich zahlreiche wohlhabende ukrainische Familien, darunter auch Jermolajiw, in Monaco und an der französischen Riviera niedergelassen.
Quelle: faz.net
