Digitale Gewalt: Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe
Tages Monitor
September 21, 2026
Digitale Gewalt: Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe
Die Moderatorin Collien Fernandes schildert die erschütternden Folgen digitaler Gewalt und kritisiert die Täter-Strategien ihres Ex-Mannes Christian Ulmen.
Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes hat sich in den vergangenen Jahren als eine der prominentesten Stimmen gegen sexualisierte Gewalt positioniert. Doch die jüngsten Entwicklungen in ihrem Fall gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen werfen ein erschütterndes Licht auf die Realität digitaler Gewalt und deren gesellschaftliche Wahrnehmung. Bei einem Podiumsgespräch im Deutschen Theater in Berlin, das unter dem Titel „Der Preis des Mutes“ stattfand, sprach Fernandes über die psychischen Belastungen und die strategischen Manöver, die Täter anwenden, um Opfer zu diskreditieren.
Im März hatte Fernandes öffentlich gemacht, dass Ulmen über ein Jahrzehnt hinweg unter ihrem Namen sexualisierte Chats geführt sowie Fotos und Videos verbreitet habe, die den Eindruck erweckten, sie beim Sex zu zeigen. Obwohl Ulmen die Erstellung sogenannter Deepfake-Videos dementiert, sind andere Vorwürfe, wie die Nutzung von Fake-Profilen und die Verbreitung pornografischen Materials, unbestritten. Die jüngste Entscheidung des Hanseatischen Oberlandesgerichts, die dem „Spiegel“ untersagt, Ulmen mit der Herstellung von Deepfake-Videos in Verbindung zu bringen, hat jedoch zu einer Welle von Hassnachrichten und Morddrohungen gegen Fernandes geführt.
Fernandes kritisiert scharf, dass diese juristische Nuance von vielen als Beweis für ihre angebliche Übertreibung interpretiert wird. „Es ist eine klassische Täter-Strategie“, erklärt sie. „Indem man Nebenschauplätze eröffnet und Aspekte abseits der Kernvorwürfe anzweifelt, wird das Opfer gezielt diskreditiert.“ Diese Strategie sei nicht nur effektiv, sondern auch gesellschaftlich gefährlich, da sie die Wahrnehmung von digitaler Gewalt und deren Auswirkungen trivialisiere.
Besonders erschütternd sind die Details, die Fernandes über die Inhalte der von Ulmen verbreiteten Materialien preisgibt. „Er hat in meinem Namen eine Geschichte verbreitet, in der ich von 21 Männern vergewaltigt werde, wo immer wieder beschrieben wird, dass ich Schmerzen habe, weine und am Ende regungslos auf dem Boden liege.“ Diese Darstellung habe nicht nur ihre berufliche Sicherheit gefährdet, sondern auch ihre persönliche Integrität zutiefst verletzt. Die Unterscheidung zwischen virtueller und physischer Gewalt sei für sie daher irrelevant, da beide Formen gleichermaßen traumatisierend seien.
Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob ein Anfangsverdacht für sexualisierte digitale Gewalt gegeben ist. Fernandes betont, dass die gesellschaftliche Debatte über digitale Gewalt und deren Konsequenzen dringend vertieft werden müsse. „Es geht nicht nur um mich, sondern um die vielen Frauen, die täglich solchen Angriffen ausgesetzt sind.“
Im März hatte Fernandes öffentlich gemacht, dass Ulmen über ein Jahrzehnt hinweg unter ihrem Namen sexualisierte Chats geführt sowie Fotos und Videos verbreitet habe, die den Eindruck erweckten, sie beim Sex zu zeigen. Obwohl Ulmen die Erstellung sogenannter Deepfake-Videos dementiert, sind andere Vorwürfe, wie die Nutzung von Fake-Profilen und die Verbreitung pornografischen Materials, unbestritten. Die jüngste Entscheidung des Hanseatischen Oberlandesgerichts, die dem „Spiegel“ untersagt, Ulmen mit der Herstellung von Deepfake-Videos in Verbindung zu bringen, hat jedoch zu einer Welle von Hassnachrichten und Morddrohungen gegen Fernandes geführt.
Fernandes kritisiert scharf, dass diese juristische Nuance von vielen als Beweis für ihre angebliche Übertreibung interpretiert wird. „Es ist eine klassische Täter-Strategie“, erklärt sie. „Indem man Nebenschauplätze eröffnet und Aspekte abseits der Kernvorwürfe anzweifelt, wird das Opfer gezielt diskreditiert.“ Diese Strategie sei nicht nur effektiv, sondern auch gesellschaftlich gefährlich, da sie die Wahrnehmung von digitaler Gewalt und deren Auswirkungen trivialisiere.
Besonders erschütternd sind die Details, die Fernandes über die Inhalte der von Ulmen verbreiteten Materialien preisgibt. „Er hat in meinem Namen eine Geschichte verbreitet, in der ich von 21 Männern vergewaltigt werde, wo immer wieder beschrieben wird, dass ich Schmerzen habe, weine und am Ende regungslos auf dem Boden liege.“ Diese Darstellung habe nicht nur ihre berufliche Sicherheit gefährdet, sondern auch ihre persönliche Integrität zutiefst verletzt. Die Unterscheidung zwischen virtueller und physischer Gewalt sei für sie daher irrelevant, da beide Formen gleichermaßen traumatisierend seien.
Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob ein Anfangsverdacht für sexualisierte digitale Gewalt gegeben ist. Fernandes betont, dass die gesellschaftliche Debatte über digitale Gewalt und deren Konsequenzen dringend vertieft werden müsse. „Es geht nicht nur um mich, sondern um die vielen Frauen, die täglich solchen Angriffen ausgesetzt sind.“
Redaktion & Recherche: Investigatives Desk | AboMatrix
