Deutschland und EU verstärken Unterstützung im Kampf gegen Ebola in Kongo
Deutschland und EU verstärken Unterstützung im Kampf gegen Ebola in Kongo
Angesichts des schwersten Ebola-Ausbruchs in der Geschichte der Demokratischen Republik Kongo hat Deutschland zusätzliche finanzielle und logistische Hilfen angekündigt. Auch die Europäische Union und die Vereinten Nationen verstärken ihre Unterstützung, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Deutschland hat seine Hilfen zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo um elf Millionen Euro aufgestockt. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan bezeichnete die Lage vor Ort als dramatisch und kündigte an, dass Deutschland Ausrüstung, mobile Labore sowie Schulungen für Gesundheitskräfte bereitstellen werde. Der Ausbruch, der sich mittlerweile auf sechs Provinzen im Nordosten des Landes ausgebreitet hat, betrifft besonders die Region Ituri.
Die Europäische Union unterstützt den Kampf gegen das Virus mit Schnelltests und Testgeräten im Wert von 2,5 Millionen Euro. Diese sollen eine schnellere Diagnose und Behandlung ermöglichen, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Insgesamt hat die EU-Kommission bisher 493 Millionen Euro für Nothilfe, Impfstoffe und Gesundheitsschutz in der Region mobilisiert. Erste Lieferungen der neuen Hilfsmittel werden noch im August erwartet.
Auch die Vereinten Nationen haben ihre Unterstützung ausgeweitet und stellen weitere 30,5 Millionen Dollar zur Verfügung. Laut UN sterben derzeit im Schnitt alle 30 Minuten Menschen an der Krankheit, die sich schneller ausbreitet als je zuvor. Die humanitäre Lage wird durch bewaffnete Konflikte zusätzlich erschwert, was die Arbeit der Gesundheitskräfte behindert. Internationale Organisationen appellieren an die Dringlichkeit, die Hilfsmaßnahmen zu intensivieren, um die Kontrolle über den Ausbruch zurückzugewinnen.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
