Assmann fordert ehrliche Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit
Assmann fordert ehrliche Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit
Die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann begrüßt Fortschritte in der Erinnerungskultur zur NS-Zeit und fordert eine ehrliche Aufarbeitung der Geschichte.
Assmann betont, dass die Mehrheit der damaligen deutschen Gesellschaft in die NSDAP-Kartei integriert war und eine vollständige Geschichtserzählung notwendig sei. Sie zitiert Ingeborg Bachmann, um die Zumutbarkeit der Wahrheit zu unterstreichen, und sieht die Anerkennung der Vergangenheit als Teil des nationalen Selbstbildes. Zudem lobt sie die Schaffung konkreter Erinnerungsorte, wie das geplante Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs in Berlin, und hebt die Bedeutung von Ritualen für das Erinnern hervor.
Aus journalistischer Sorgfaltspflicht wurde dieser Bericht zusammengefasst von: deutschlandfunk.de
