Amokläufe verhindern: Prävention auf dem Prüfstand
Tages Monitor
September 17, 2026
Amokläufe verhindern: Prävention auf dem Prüfstand
Kann der Rechtsstaat potenzielle Amokläufer erkennen, bevor sie zur Tat schreiten?
Ein ICE verlässt den Kölner Hauptbahnhof, als ein junger Mann zwei Softair-Granaten in den Wagen wirft. Was zunächst wie ein harmloser Zwischenfall erscheint, entpuppt sich als beinahe tödliches Szenario: Der Täter hatte geplant, nach der Explosion mit einem Messer auf die Passagiere loszugehen. Dank des beherzten Eingreifens von Mitreisenden konnte Schlimmeres verhindert werden. Doch die Frage bleibt: Wie können solche Taten im Vorfeld erkannt und verhindert werden?
Die Prävention von Amokläufen ist eine der größten Herausforderungen für den Rechtsstaat. Während das Bundeskriminalamt Instrumente wie „RADAR-iTE“ und „RADAR-rechts“ zur Früherkennung extremistischer Täter entwickelt hat, liegt die Verantwortung für die Identifizierung von Amokläufern ohne politischen oder religiösen Hintergrund bei den Bundesländern. Nordrhein-Westfalen hat hierfür das Handlungs- und Prüfkonzept „PeRiskoP“ ins Leben gerufen, das darauf abzielt, Personen mit Risikopotenzial frühzeitig zu erkennen.
Das Konzept „PeRiskoP“ basiert auf den Prinzipien „erkennen, bewerten, handeln“. Laut Milena Lechner, Leiterin der Zentralstelle „PeRiskoP“ beim Landeskriminalamt Düsseldorf, zeigen Studien, dass potenzielle Täter oft Monate oder Jahre vor einer Tat Andeutungen machen. Typische Risikofaktoren sind eine Affinität zu Waffen, das Interesse an Amoktaten oder das Verfassen von Manifesten. Doch selbst bei einer erfolgreichen Bündelung solcher Warnsignale bleibt die Vorhersage schwierig.
Der Fall des ICE-Täters zeigt die Grenzen solcher Präventionsmaßnahmen. Obwohl die Behörden den Mann bereits auf dem Radar hatten und zweimal überprüften, wurde kein erhöhtes Risiko festgestellt. Erst als er ein Manifest verschickte, war es zu spät. Der Täter litt offenbar an einer schweren psychischen Erkrankung und hatte möglicherweise ein rechtsextremes Motiv. Die Grenzen zwischen Amok und Terror verschwimmen oft, was die Prävention zusätzlich erschwert.
Der Ansatz zur Früherkennung von Gewalttätern stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Doch auch dort ist die Methode umstritten, da sie eine Gratwanderung zwischen Sicherheit und Freiheit darstellt. Die Herausforderung bleibt, potenzielle Täter zu identifizieren, ohne dabei die Grundrechte zu verletzen. Präventionskonzepte wie „PeRiskoP“ sind ein Schritt in die richtige Richtung, doch sie zeigen auch, dass absolute Sicherheit eine Illusion bleibt.
Die Prävention von Amokläufen ist eine der größten Herausforderungen für den Rechtsstaat. Während das Bundeskriminalamt Instrumente wie „RADAR-iTE“ und „RADAR-rechts“ zur Früherkennung extremistischer Täter entwickelt hat, liegt die Verantwortung für die Identifizierung von Amokläufern ohne politischen oder religiösen Hintergrund bei den Bundesländern. Nordrhein-Westfalen hat hierfür das Handlungs- und Prüfkonzept „PeRiskoP“ ins Leben gerufen, das darauf abzielt, Personen mit Risikopotenzial frühzeitig zu erkennen.
Das Konzept „PeRiskoP“ basiert auf den Prinzipien „erkennen, bewerten, handeln“. Laut Milena Lechner, Leiterin der Zentralstelle „PeRiskoP“ beim Landeskriminalamt Düsseldorf, zeigen Studien, dass potenzielle Täter oft Monate oder Jahre vor einer Tat Andeutungen machen. Typische Risikofaktoren sind eine Affinität zu Waffen, das Interesse an Amoktaten oder das Verfassen von Manifesten. Doch selbst bei einer erfolgreichen Bündelung solcher Warnsignale bleibt die Vorhersage schwierig.
Der Fall des ICE-Täters zeigt die Grenzen solcher Präventionsmaßnahmen. Obwohl die Behörden den Mann bereits auf dem Radar hatten und zweimal überprüften, wurde kein erhöhtes Risiko festgestellt. Erst als er ein Manifest verschickte, war es zu spät. Der Täter litt offenbar an einer schweren psychischen Erkrankung und hatte möglicherweise ein rechtsextremes Motiv. Die Grenzen zwischen Amok und Terror verschwimmen oft, was die Prävention zusätzlich erschwert.
Der Ansatz zur Früherkennung von Gewalttätern stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Doch auch dort ist die Methode umstritten, da sie eine Gratwanderung zwischen Sicherheit und Freiheit darstellt. Die Herausforderung bleibt, potenzielle Täter zu identifizieren, ohne dabei die Grundrechte zu verletzen. Präventionskonzepte wie „PeRiskoP“ sind ein Schritt in die richtige Richtung, doch sie zeigen auch, dass absolute Sicherheit eine Illusion bleibt.
Redaktion & Recherche: Investigatives Desk | AboMatrix
