Wissenschafts-Bündnis warnt vor AfD-Plänen für Hochschulen
Wissenschafts-Bündnis warnt vor AfD-Plänen für Hochschulen
Ein breites Bündnis kritisiert die hochschulpolitischen Pläne der AfD in Sachsen-Anhalt als Bedrohung der Wissenschaftsfreiheit.
Ein Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Studierendenvertretungen und Wissenschaftsorganisationen warnt vor den hochschulpolitischen Vorhaben der AfD in Sachsen-Anhalt. In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren sie Pläne aus dem AfD-Regierungsprogramm, darunter die Einschränkung der Mitbestimmung an Hochschulen, die Abschaffung von Gleichstellungsbeauftragten und die stärkere politische Steuerung von Forschung. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sieht die Freiheit der Wissenschaft bedroht.
Die AfD bezeichnet bestehende Beteiligungsrechte an Hochschulen als „pseudodemokratisch“ und plant, den Einfluss von Studierenden und anderen Hochschulgruppen zu reduzieren. Statt Gleichstellungsbeauftragten sollen Familienbeauftragte eingeführt werden. Zudem will die Partei Forschungsbereiche wie Gender Studies und Klimaforschung zurückdrängen. Die DFG-Präsidentin Katja Becker kritisierte diese Pläne scharf und betonte, dass die Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit die Grundlagen einer offenen Gesellschaft gefährde. Das Bündnis fordert Hochschulen als Orte der freien Forschung und demokratischen Auseinandersetzung zu bewahren.
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