Unter russischem Drohnenbeschuss: Der tägliche Überlebenskampf in Cherson
Unter russischem Drohnenbeschuss: Der tägliche Überlebenskampf in Cherson
In der südukrainischen Stadt Cherson bedrohen russische Drohnenangriffe gezielt die Zivilbevölkerung. Tausende Menschen sehen sich dadurch gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
Die Lage in Cherson ist bedrückend: Russische Streitkräfte setzen gezielt Drohnen ein, um die Einwohner der Stadt zu terrorisieren. Diese Drohnen, oft mit Sprengstoff ausgestattet, werden zur gezielten Menschenjagd genutzt, eine Handlung, die die örtliche Bevölkerung zynisch ‚Safari‘ nennt. Die Angriffe haben bereits zu Hunderten von Toten und Tausenden von Verletzten geführt, wie internationale Organisationen berichten. Viele Betroffene, darunter Familien wie die von Victoria und ihrer Tochter, haben keine andere Wahl, als aus ihrer Heimat zu fliehen.
Neben der ständigen Gefahr von Drohnenangriffen versuchen lokale und internationale Hilfsorganisationen, den Menschen in Cherson Schutz und Unterstützung zu bieten. Der Berliner Verein ‚Sei ein Engel‘ liefert regelmäßig Hilfsgüter in die Stadt und organisiert die Evakuierung von besonders gefährdeten Bewohnern. Vor Ort leistet die ukrainische Organisation ‚Sylni bo Vilni‘ (Stark, weil frei) lebenswichtigen Beistand, indem sie Sicherheitseinrichtungen einrichtet und spezielle Netzwurfgeräte bereitstellt, um Drohnen abzufangen.
Trotz der verzweifelten Lage versuchen die verbliebenen 60.000 Einwohner, ihren Alltag so gut es geht zu bewältigen. Sichere Orte gibt es jedoch kaum, und viele verlassen ihre Häuser nur für das Allernötigste. Einige wenden sich an das vor Ort eingerichtete Gemeindezentrum von ‚Sylni bo Vilni‘, das ein Stück Normalität bietet. Hier können Kinder spielen und sich bewegen, während Erwachsene Kraft und Zuspruch finden. Dennoch bleibt die Angst allgegenwärtig, und viele Menschen fragen sich, wie lange sie diesem unvorstellbaren Druck noch standhalten können.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
