Tödlicher Vorfall im Abschiebezentrum New Jersey: Proteste entbrennen
Tödlicher Vorfall im Abschiebezentrum New Jersey: Proteste entbrennen
Ein 41-jähriger Mann aus El Salvador ist in einem Abschiebezentrum in New Jersey verstorben, was zu Protesten und Forderungen nach einer Schließung der Einrichtung führte.
Der Mann wurde am Samstag in einem Krankenhaus in Newark für tot erklärt, nachdem er zuvor einen medizinischen Notfall erlitten hatte. Er war im Juni aufgrund seiner illegalen Einreise in die USA festgenommen worden und erhielt während seines Aufenthalts im Abschiebezentrum medizinische Versorgung. Dies stellt den 23. Todesfall in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde ICE seit Jahresbeginn dar.
Nach Bekanntwerden des Todesfalls versammelten sich Demonstranten vor der Einrichtung Delaney Hall, um gegen die Bedingungen im Abschiebezentrum zu protestieren. Die Mutter des Verstorbenen äußerte ihren Schmerz und kritisierte die Vorgehensweise der Behörden, die ihrer Meinung nach hart arbeitende Menschen ins Visier nehmen.
Die Delaney Hall steht seit längerem in der Kritik, da Aktivisten und Politiker auf die schlechten Lebensbedingungen und die mangelhafte Gesundheitsversorgung hinweisen. Die Gouverneurin von New Jersey, Mikie Sherrill, zeigte sich bestürzt über den Vorfall und kündigte eine Untersuchung an. Auch der Bürgermeister von Newark, Ras Baraka, betonte die schwerwiegenden Folgen, die solche Einrichtungen für die Betroffenen haben können.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
