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    Tages Monitor Oktober 8, 2026

    Strenge Wasserregeln in Brandenburg wegen anhaltender Trockenheit

    In Brandenburg an der Havel gelten bis Ende August strikte Vorschriften zur Wasserentnahme und Bewässerung, um den sinkenden Grundwasserspiegel und die Auswirkungen der Trockenheit zu bekämpfen.

    Die Stadt Brandenburg an der Havel hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der sinkenden Wasserstände in der Havel strenge Maßnahmen zur Wasserentnahme und Bewässerung eingeführt. Bis zum 31. August ist es Eigentümern und Anliegern untersagt, Wasser aus oberirdischen Gewässern wie Flüssen, Seen, Teichen und Gräben abzupumpen oder abzuleiten. Zudem dürfen private Grün- und Gartenflächen nur zwischen 18 und 8 Uhr bewässert werden, um die Verdunstung bei hohen Temperaturen zu minimieren.

    Die Auswirkungen des Klimawandels sind für viele Bürger spürbar, insbesondere für Kleingärtner wie Jutta und Bernd Jachmann, die in ihrem Garten Obst und Gemüse anbauen. „Die Ernte war weniger“, berichtet Jutta Jachmann, da die Pflanzen nicht ausreichend Wasser erhalten hätten. Auch Nachbarn wie Frank Teichelmann bestätigen die Herausforderungen, die Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius mit sich bringen. Pools werden nur einmal pro Saison gefüllt, da die Stadt das Wasser bis Ende August rationiert. Bürgermeister Michael Müller betont die Dringlichkeit der Maßnahmen und verweist auf die deutlich gesunkenen Wasserstände der Havel.

    Ähnliche Regelungen gelten auch in anderen Städten und Landkreisen. In Potsdam ist die Wasserentnahme aus Seen, Flüssen und Gräben bis zum 1. Oktober 2026 verboten, und Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Landschaftsgärtner wie Andrea Kahn kümmern sich unter besonderen Auflagen um die städtischen Grünflächen, um Bäume vor dem Rathaus vor der Hitze zu schützen. Sie spritzt bis zu 130 Liter Wasser in spezielle Säcke, die um die Bäume gewickelt sind, damit das Wasser über Drainagen zu den Wurzeln gelangt. Bürgermeister Müller lässt die Wasserstände regelmäßig überprüfen und warnt vor den trügerischen grünen Flächen, die die tatsächliche Trockenheit verdecken.


    Quelle: tagesschau.de

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