Söder überholt Weidel – Chrupalla stürzt im Insa-Ranking ab
Söder überholt Weidel – Chrupalla stürzt im Insa-Ranking ab
Im aktuellen Politikerranking des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild“-Zeitung gibt es deutliche Verschiebungen: Markus Söder (CSU) verbessert sich auf Platz vier, während AfD-Chef Tino Chrupalla acht Plätze verliert und auf Rang 17 abstürzt.
Das Meinungsforschungsinstitut Insa hat sein aktuelles Politikerranking veröffentlicht, das auf einer Online-Umfrage mit 2006 Teilnehmern basiert. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bleibt mit 5,0 Punkten der beliebteste Politiker Deutschlands und führt das Ranking erneut an. Markus Söder (CSU) konnte sich um einen Platz verbessern und liegt nun auf Rang vier, während AfD-Chefin Alice Weidel auf Platz sechs zurückfällt. Den stärksten Rückgang verzeichnet AfD-Chef Tino Chrupalla, der nach einem Höhenflug in der Vorwoche acht Plätze verliert und nun auf Rang 17 liegt.
Die Umfrage, die zwischen dem 26. und 29. Juni 2026 durchgeführt wurde, zeigt auch Gewinner wie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der sich um drei Plätze auf Rang sieben verbessert hat. Ebenfalls positiv entwickelt sich Heidi Reichinnek (Linke), die erstmals den Sprung in die Top Ten schafft. Zu den Verlierern gehören neben Weidel auch Sahra Wagenknecht (BSW), CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann und Grünen-Chefin Franziska Brantner. Das Mittelfeld des Rankings bleibt eng beieinander, was auf eine hohe Dynamik in der politischen Wahrnehmung hinweist.
Neben dem Insa-Ranking zeigt auch das ZDF-„Politbarometer“ der Forschungsgruppe Wahlen ähnliche Trends. Boris Pistorius führt hier ebenfalls mit einem Sympathie- und Leistungswert von 1,5. Alice Weidel bleibt hingegen mit minus 2,4 die unbeliebteste Politikerin. Diese Ergebnisse spiegeln die aktuelle Stimmungslage in der Bevölkerung wider, die insbesondere Spitzenpolitiker der Regierungsparteien kritisch bewertet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) schneiden ebenfalls schlecht ab.
Die Umfrageergebnisse haben auch Auswirkungen auf die Parteienlandschaft. Laut Insa bleibt die AfD auf Bundesebene stabil bei 29 Prozent, während die Union leicht auf 22 Prozent zulegen konnte. Die SPD verliert hingegen und liegt nun bei 12 Prozent. Diese Entwicklungen unterstreichen die wachsende Bedeutung der AfD in der politischen Landschaft Deutschlands, während die Regierungsparteien weiterhin mit sinkenden Zustimmungswerten kämpfen. Wahlumfragen sind jedoch generell mit Unsicherheiten behaftet und sollten mit Vorsicht interpretiert werden.
Quelle: welt.de
