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  • Schwiegermutter von SPD-Politiker fuhr Fluchtwagen nach Gewalttat in Stade

    Tages Monitor Oktober 7, 2026

    Schwiegermutter von SPD-Politiker fuhr Fluchtwagen nach Gewalttat in Stade

    Die Schwiegermutter des niedersächsischen SPD-Migrationsbeauftragten Deniz Kurku war Fahrerin des Fluchtwagens nach einer tödlichen Gewalttat in Stade, bei der sechs Menschen erschossen wurden.

    Nach der Gewalttat in einer Jugendeinrichtung in Stade, bei der sechs Menschen erschossen wurden, flüchtete der mutmaßliche Täter in einem Auto, das von der 65-jährigen Schwiegermutter des niedersächsischen SPD-Migrationsbeauftragten Deniz Kurku gefahren wurde. Dies bestätigte Kurku in einer Stellungnahme, die über seinen Anwalt veröffentlicht wurde. Die Polizei stoppte das Fahrzeug durch Schüsse auf die Reifen und nahm die Insassen fest.

    Die genauen Umstände der Tat und die Rolle der 65-jährigen Frau sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Laut Staatsanwaltschaft Stade soll die Frau den mutmaßlichen Täter sowohl zu dem Tatort als auch nach der Tat gefahren haben. Medienberichten zufolge hatte sie sich drei Tage vor der Tat schriftlich an den NDR und andere Medien gewandt, um ihre Sichtweise in einem Sorgerechtsstreit darzulegen. Die Frau arbeitet für eine Lobbyorganisation, die sich auf die Beratung von binationalen Ehepaaren spezialisiert hat.

    Deniz Kurku betonte in seiner Stellungnahme, dass er keine Kenntnis von der möglichen Tatbeteiligung seiner Schwiegermutter hatte und die Verbindung umgehend den Ermittlungsbehörden sowie seinem beruflichen Umfeld mitteilte. Er drückte zudem sein Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige aus. Ministerpräsident Olaf Lies und die SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag stellten sich hinter Kurku und lobten sein Engagement sowie seine Offenheit in der Angelegenheit. Fraktionsvorsitzender Stefan Politze betonte, dass keine politische oder persönliche Verantwortung für die Tat auf Kurku übertragbar sei.

    Der mutmaßliche Täter, ein 45-jähriger Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit, sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sechsfachen Mord vor. Als Motiv wird ein eskalierter Sorgerechtsstreit vermutet. Die Tat hat in Niedersachsen und darüber hinaus für Bestürzung gesorgt. Spekulationen und Schuldzuweisungen gegenüber unbeteiligten Angehörigen wurden von der SPD-Fraktion als unangemessen zurückgewiesen.


    Quelle: welt.de

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