Schweinehalter kämpfen trotz Grillsaison mit Verlusten
Tages Monitor
September 21, 2026
Schweinehalter kämpfen trotz Grillsaison mit Verlusten
Die Grillsaison, traditionell ein Höhepunkt für Schweinehalter, bringt in diesem Jahr bittere Verluste statt Gewinne.
Die Grillsaison, begleitet von der Fußball-Weltmeisterschaft, sollte eigentlich ein lukrativer Zeitraum für Schweinehalter sein. Doch in diesem Jahr erleben viele Landwirte eine wirtschaftliche Krise, die ihre Existenz bedroht. Heiko Schwarting, Schweinemäster aus dem Landkreis Oldenburg, beschreibt die Situation als frustrierend: „Mit jedem Schwein, das ich mäste, mache ich Verluste.“ Innerhalb von nur drei Wochen sank der Umsatz um 13 Prozent, obwohl die Nachfrage im selben Zeitraum um vier Prozent gestiegen ist.
Torsten Staack, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Deutschland (ISN), bestätigt diesen Trend. Seit Anfang Mai ist der Preis pro Kilo Schweinefleisch um 20 Cent gefallen – ein unerwarteter Rückgang, da die Sommermonate traditionell höhere Preise bringen. Verbraucher profitieren von den sinkenden Preisen, denn Schweinefleisch war im Mai 16,7 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Doch für die Landwirte bedeutet dies eine existenzielle Herausforderung.
Ein zentraler Grund für die Misere liegt in der Afrikanischen Schweinepest, die in Spanien ausgebrochen ist. Spanien, Europas größter Schweinefleisch-Produzent, kann aufgrund von Handelsbeschränkungen kein Fleisch mehr nach Asien exportieren. Besonders problematisch ist dies, da asiatische Märkte vor allem weniger begehrte Teile wie Pfoten, Ohren und Schwänze abnehmen. Diese Produkte überschwemmen nun den europäischen Markt und drücken die Preise weiter nach unten.
Zusätzlich beobachten Experten wie Gesa Oetken, Geschäftsführerin der Inkoop Verbrauchermärkte, einen generellen Rückgang der Fleischnachfrage. Der Gesundheitstrend hin zu Geflügel und vegetarischen Alternativen verändert die Konsumgewohnheiten. Immer häufiger landen Grillkäse, Gemüse und vegane Fleischersatzprodukte auf dem Grill, während Schweinefleisch an Beliebtheit verliert.
Trotz der Herausforderungen gibt es auch positive Entwicklungen. Immer mehr Schweinefleisch in deutschen Supermärkten stammt aus heimischer Produktion, oft unter besseren Haltungsbedingungen. Landwirt Gerrit Asbrock aus Melle setzt auf Haltungsform vier, eine Stufe vor „Bio“. Seine Schweine haben mehr Platz, frische Luft und Stroh statt Spaltenböden. Diese nachhaltige Haltung ermöglicht ihm, höhere Preise zu erzielen und optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Torsten Staack, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Deutschland (ISN), bestätigt diesen Trend. Seit Anfang Mai ist der Preis pro Kilo Schweinefleisch um 20 Cent gefallen – ein unerwarteter Rückgang, da die Sommermonate traditionell höhere Preise bringen. Verbraucher profitieren von den sinkenden Preisen, denn Schweinefleisch war im Mai 16,7 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Doch für die Landwirte bedeutet dies eine existenzielle Herausforderung.
Ein zentraler Grund für die Misere liegt in der Afrikanischen Schweinepest, die in Spanien ausgebrochen ist. Spanien, Europas größter Schweinefleisch-Produzent, kann aufgrund von Handelsbeschränkungen kein Fleisch mehr nach Asien exportieren. Besonders problematisch ist dies, da asiatische Märkte vor allem weniger begehrte Teile wie Pfoten, Ohren und Schwänze abnehmen. Diese Produkte überschwemmen nun den europäischen Markt und drücken die Preise weiter nach unten.
Zusätzlich beobachten Experten wie Gesa Oetken, Geschäftsführerin der Inkoop Verbrauchermärkte, einen generellen Rückgang der Fleischnachfrage. Der Gesundheitstrend hin zu Geflügel und vegetarischen Alternativen verändert die Konsumgewohnheiten. Immer häufiger landen Grillkäse, Gemüse und vegane Fleischersatzprodukte auf dem Grill, während Schweinefleisch an Beliebtheit verliert.
Trotz der Herausforderungen gibt es auch positive Entwicklungen. Immer mehr Schweinefleisch in deutschen Supermärkten stammt aus heimischer Produktion, oft unter besseren Haltungsbedingungen. Landwirt Gerrit Asbrock aus Melle setzt auf Haltungsform vier, eine Stufe vor „Bio“. Seine Schweine haben mehr Platz, frische Luft und Stroh statt Spaltenböden. Diese nachhaltige Haltung ermöglicht ihm, höhere Preise zu erzielen und optimistisch in die Zukunft zu blicken.
Redaktion & Recherche: Investigatives Desk | AboMatrix
