Russland leitet Strafverfahren gegen deutschen Journalisten ein
Russland leitet Strafverfahren gegen deutschen Journalisten ein
In Russland wird gegen einen deutschen Journalisten wegen angeblicher Aufstachelung zu Hass ermittelt. Ihm drohen bis zu sechs Jahre Straflager.
Die russischen Behörden haben ein Strafverfahren gegen einen deutschen Journalisten eingeleitet, der für eine führende deutsche Tageszeitung tätig ist. Der Vorwurf lautet auf das Schüren von Hass und Feindseligkeit. Hintergrund ist eine Frage, die der Journalist auf einer Pressekonferenz in Belgrad an den ukrainischen Präsidenten gerichtet hatte. Dabei soll es um die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland gegangen sein.
Die Frage des Journalisten sorgte für heftige Kritik, insbesondere von Seiten der russischen Regierung. Die Zeitung, für die der Journalist arbeitet, distanzierte sich von der Formulierung und erklärte, diese sei missverständlich gewesen und entspreche nicht der redaktionellen Linie. Dennoch prüfen die russischen Behörden, ob der Journalist international zur Fahndung ausgeschrieben werden soll.
Bei einer Verurteilung drohen dem Journalisten bis zu sechs Jahre Straflager. In Russland ist es zudem möglich, Urteile in Abwesenheit zu fällen, wie frühere Fälle gezeigt haben. Die Zeitung verurteilte die Vorwürfe und betonte die Bedeutung der Pressefreiheit, die auch kritische Fragen umfasse. Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die schwierige Lage von Journalisten, die sich mit dem Krieg in der Ukraine befassen.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
