Privatbanken: BaFin greift bei Berenberg durch
Tages Monitor
September 25, 2026
Privatbanken: BaFin greift bei Berenberg durch
Ein beispielloser Eingriff der BaFin erschüttert die traditionsreiche Privatbank Berenberg und wirft Fragen zur Corporate Governance auf.
Die Privatbank Berenberg, gegründet im Jahr 1590 und eine der ältesten Banken Deutschlands, steht derzeit im Zentrum eines beispiellosen Eingriffs der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die gesamte Geschäftsführung des Hamburger Bankhauses wurde entmachtet – ein Schritt, der in der deutschen Finanzwelt nahezu einzigartig ist. Die BaFin hat diesen drastischen Schritt öffentlich nicht näher begründet, doch die Bank selbst verweist auf mögliche Verstöße gegen Grundsätze der Corporate Governance, insbesondere bei Markttransaktionen mit unklaren Hintergründen.
Die Berenberg Bank, bekannt für ihre exklusive Betreuung wohlhabender Kunden, hat eine Bilanzsumme von etwa 6,5 Milliarden Euro und gilt in der Branche als eher klein. Dennoch sorgt der Fall für erhebliches Aufsehen. Medienberichte deuten darauf hin, dass Streitigkeiten über den Jahresabschluss der Bank und insbesondere über den Eigenhandel der Bank eine zentrale Rolle spielen könnten. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat der Abschlussprüfer Deloitte merkwürdige Buchungen moniert, die möglicherweise das ausgewiesene Eigenkapital betreffen – ein kritischer Bereich für die Regulierung.
Hans-Walter Peters, ein ehemaliger Gesellschafter der Bank, wurde von der BaFin als Interimschef eingesetzt, um die Geschicke des Hauses zu leiten. Peters kennt die Bank aus eigener Erfahrung und soll gemeinsam mit einem weiteren Sonderbeauftragten für Stabilität sorgen. Michael Peters vom Verein Bürgerbewegung Finanzwende sieht in der Entmachtung der Geschäftsleitung ein Zeichen für die Entschlossenheit der BaFin, die in der Vergangenheit oft als „Papiertiger“ wahrgenommen wurde. Diesmal zeigt die Aufsicht ihre „Krallen“ und setzt eines ihrer schärfsten Instrumente ein.
Der Fall Berenberg erinnert an einen ähnlichen Eingriff der BaFin vor anderthalb Jahren bei der Volksbank Düsseldorf Neuss, die aufgrund eines Betrugsfalls in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war. Doch die Hintergründe sind unterschiedlich. Während bei der Volksbank ein akuter Betrugsfall vorlag, scheint es bei Berenberg um strukturelle Fragen der Unternehmensführung und Transparenz zu gehen.
Die Konsequenzen dieses Eingriffs könnten weitreichend sein. Experten wie Michael Peters gehen davon aus, dass andere Banken den Fall aufmerksam verfolgen und möglicherweise ihre eigenen Governance-Strukturen überdenken. Ob es sich hierbei um ein systemisches Problem handelt oder um einen Einzelfall, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass die BaFin mit ihrem Vorgehen ein starkes Signal an die Branche sendet.
Die Berenberg Bank, bekannt für ihre exklusive Betreuung wohlhabender Kunden, hat eine Bilanzsumme von etwa 6,5 Milliarden Euro und gilt in der Branche als eher klein. Dennoch sorgt der Fall für erhebliches Aufsehen. Medienberichte deuten darauf hin, dass Streitigkeiten über den Jahresabschluss der Bank und insbesondere über den Eigenhandel der Bank eine zentrale Rolle spielen könnten. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat der Abschlussprüfer Deloitte merkwürdige Buchungen moniert, die möglicherweise das ausgewiesene Eigenkapital betreffen – ein kritischer Bereich für die Regulierung.
Hans-Walter Peters, ein ehemaliger Gesellschafter der Bank, wurde von der BaFin als Interimschef eingesetzt, um die Geschicke des Hauses zu leiten. Peters kennt die Bank aus eigener Erfahrung und soll gemeinsam mit einem weiteren Sonderbeauftragten für Stabilität sorgen. Michael Peters vom Verein Bürgerbewegung Finanzwende sieht in der Entmachtung der Geschäftsleitung ein Zeichen für die Entschlossenheit der BaFin, die in der Vergangenheit oft als „Papiertiger“ wahrgenommen wurde. Diesmal zeigt die Aufsicht ihre „Krallen“ und setzt eines ihrer schärfsten Instrumente ein.
Der Fall Berenberg erinnert an einen ähnlichen Eingriff der BaFin vor anderthalb Jahren bei der Volksbank Düsseldorf Neuss, die aufgrund eines Betrugsfalls in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war. Doch die Hintergründe sind unterschiedlich. Während bei der Volksbank ein akuter Betrugsfall vorlag, scheint es bei Berenberg um strukturelle Fragen der Unternehmensführung und Transparenz zu gehen.
Die Konsequenzen dieses Eingriffs könnten weitreichend sein. Experten wie Michael Peters gehen davon aus, dass andere Banken den Fall aufmerksam verfolgen und möglicherweise ihre eigenen Governance-Strukturen überdenken. Ob es sich hierbei um ein systemisches Problem handelt oder um einen Einzelfall, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass die BaFin mit ihrem Vorgehen ein starkes Signal an die Branche sendet.
Redaktion & Recherche: Investigatives Desk | AboMatrix
