Nord-Stream-Anschlag: Anklage gegen mutmaßlichen Täter erhoben
Nord-Stream-Anschlag: Anklage gegen mutmaßlichen Täter erhoben
Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Täter des Anschlags auf die Nord-Stream-Pipelines erhoben.
Mehr als drei Jahre nach den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den ukrainischen Staatsangehörigen Serhij K. erhoben. Laut Anklage soll er gemeinsam mit einer Gruppe aus Berufstauchern, einem Skipper und Sprengstoffexperten die Pipelines gezielt zerstört haben, um Russland daran zu hindern, seinen Krieg durch Gasverkäufe zu finanzieren.
Die Gruppe soll über Polen nach Deutschland eingereist und eine Yacht in Rostock mithilfe gefälschter Ausweispapiere angemietet haben. Mit dieser Yacht wurden militärisch verwendbare Sprengstoffe in internationale Gewässer transportiert und an den Gasleitungen nahe der dänischen Insel Bornholm angebracht. Die Sprengsätze detonierten am 26. September 2022. Serhij K. wurde im Sommer während eines Familienurlaubs in Italien festgenommen und sitzt derzeit in Hamburg in Untersuchungshaft.
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