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  • Marc Henrichmann: Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums fordert Reform der Nachrichtendienste

    Tages Monitor Oktober 25, 2026

    Marc Henrichmann: Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums fordert Reform der Nachrichtendienste

    Marc Henrichmann, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestags, setzt sich für eine Reform und Stärkung der deutschen Nachrichtendienste ein, um auf die wachsenden internationalen Bedrohungen zu reagieren.

    Marc Henrichmann, CDU-Politiker und Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) des Bundestags, steht im Zentrum der deutschen Sicherheitsarchitektur. Das Gremium, dem derzeit sechs Bundestagsabgeordnete angehören, ist für die Kontrolle der deutschen Nachrichtendienste – darunter der Bundesnachrichtendienst (BND), der Verfassungsschutz und der Militärische Abschirmdienst – zuständig. In einer Zeit, in der die internationale Gefahrenlage durch Bedrohungen wie mit Sprengstoff beladene Drohnen aus Russland, Cyberangriffe aus dem Iran und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz immer komplexer wird, sieht Henrichmann dringenden Handlungsbedarf.

    Henrichmann und seine Kollegen im PKGr setzen sich für eine Reform der deutschen Nachrichtendienste ein, um deren Kompetenzen zu erweitern und sie besser auf die aktuellen Herausforderungen vorzubereiten. Dabei betont der 50-jährige Jurist aus Münster, dass eine solche Ausweitung der Befugnisse stets mit einer verstärkten Kontrolle einhergehen müsse. Unter seiner Leitung versucht das Gremium auch, die Öffentlichkeit stärker für die Gefahren durch ausländische Mächte zu sensibilisieren, soweit dies im Rahmen der strengen Geheimhaltungsregeln möglich ist.

    Ein aktueller Fall, der die deutsche Sicherheitsarchitektur erschüttert hat, ist die Festnahme des ehemaligen BND-Präsidenten August Hanning wegen des Verdachts auf Spionage und Landesverrat. Das PKGr veröffentlichte dazu eine seltene öffentliche Stellungnahme. Henrichmann, der seit 2017 Mitglied des Bundestags ist, agiert in seiner Rolle als Vorsitzender des Gremiums mit Bedacht und Zurückhaltung. Politische Auseinandersetzungen, wie sie im Bundestag üblich sind, spielen im PKGr keine Rolle. Die Mitglieder von CDU/CSU, SPD und Grünen arbeiten in der Regel einvernehmlich zusammen, während Abgeordnete der AfD und der Linken derzeit nicht im Gremium vertreten sind, da sie die notwendige Mehrheit im Bundestag nicht erreichten.


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