Inflation im Euroraum sinkt auf 2,8 Prozent
Inflation im Euroraum sinkt auf 2,8 Prozent
Die Inflation im Euroraum hat sich im Juni deutlich auf 2,8 Prozent abgeschwächt, was der EZB Handlungsspielraum verschafft.
Die Verbraucherpreise im Euroraum sind im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent gestiegen, wie das EU-Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte. Damit liegt die Inflation unter den Erwartungen von Volkswirten, die einen Rückgang auf 3,0 Prozent prognostiziert hatten. Im Mai hatte die Inflationsrate noch bei 3,2 Prozent gelegen. Die Entspannung auf den Energiemärkten, insbesondere durch den Rückgang der Ölpreise auf das Vorkrisenniveau, trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.
In Deutschland sank die Inflationsrate laut Eurostat auf 2,4 Prozent, während sie nach nationaler Berechnungsmethode bei 2,3 Prozent liegt. Die höchsten Inflationsraten in der Eurozone wurden in Litauen (5,5 Prozent), Bulgarien (5,3 Prozent) und Kroatien (4,2 Prozent) verzeichnet, während Malta mit 1,9 Prozent den niedrigsten Anstieg aufwies. Die Europäische Zentralbank (EZB) debattiert weiterhin über mögliche Zinsschritte, wobei Experten für dieses Jahr weitere Erhöhungen erwarten. EZB-Ratsmitglied Alexander Demarco sieht jedoch keine Dringlichkeit für eine sofortige Anhebung, da die Ölpreise stabil bleiben. Bundesbank-Chef Joachim Nagel betonte, dass die Inflation trotz des Rückgangs weiterhin zu hoch sei.
Bearbeitet und vorbereitet von AboMatrix
