Grünen-Mitglieder aus Westdeutschland unterstützen Wahlkampf im Osten
Grünen-Mitglieder aus Westdeutschland unterstützen Wahlkampf im Osten
Angesichts einer drohenden AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt mobilisiert die Grünen-Partei Mitglieder aus Westdeutschland, um lokale Wahlkampfteams zu verstärken und die Fünfprozenthürde zu sichern.
Die Grünen-Partei sieht sich in den ostdeutschen Bundesländern mit Personalengpässen konfrontiert. Um dem entgegenzuwirken, reisen Mitglieder aus westdeutschen Kreisverbänden, darunter München, nach Sachsen-Anhalt, um die Wahlkampfarbeit zu unterstützen. Am Wochenende halfen etwa 30 Mitglieder aus München in Halle, wo die Partei um Stimmen kämpft, während in den Umfragen die Fünfprozenthürde zum Greifen nah scheint.
Eine Wahlkampfhelferin, Irina Freihart aus München, berichtete von herausfordernden Begegnungen, wie sie auf dem Marktplatz in Halle Flugblätter an Passanten verteilte. Viele der angesprochenen Personen zeigten sich skeptisch gegenüber der Grünen-Politik; einige lehnten das Material sogar ab. Die Nähe eines AfD-Wahlkampfstands stellte weitere Hindernisse dar. Dennoch betonte Freihart die Wichtigkeit des Engagements vor Ort, trotz der politischen Unterschiede zwischen ihrer Heimatstadt und den ostdeutschen Regionen.
Mit etwa 500 Freiwilligen aus westdeutschen Landesverbänden will die Partei einem Wachstum der rechtspopulistischen Kräfte entgegenwirken und zugleich eigene Präsenz stärken. Ziel ist es nicht nur, den Wahlkampf zu unterstützen, sondern auch ein Zeichen für politische Zusammengehörigkeit zwischen Ost und West zu setzen. Für Freihart und andere Helfer bietet das Engagement eine persönliche Bereicherung, die ihnen sowohl politisches als auch soziales Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
