Forderung nach Rückkehr: Maja T. in Deutschland
Tages Monitor
September 18, 2026
Forderung nach Rückkehr: Maja T. in Deutschland
Vier Bundestagsabgeordnete drängen auf die Überstellung der in Ungarn inhaftierten Maja T. nach Deutschland.
Die Inhaftierung der deutschen Staatsbürgerin Maja T. in Ungarn sorgt erneut für politische Spannungen zwischen Berlin und Budapest. Vier Bundestagsabgeordnete aus verschiedenen Fraktionen haben in einem offenen Brief an Außenminister Johann Wadephul (CDU) appelliert, sich unverzüglich für die Überstellung von Maja T. nach Deutschland einzusetzen. Die Abgeordneten betonen, dass T. ein rechtsstaatliches Verfahren in ihrer Heimat zustehe und jeder weitere Tag in ungarischer Haft ein Tag zu viel sei.
Der Brief wurde von den rechtspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Linken, SPD und Grünen – Luke Hoß, Carmen Wegge und Helge Limburg – sowie der europapolitischen Sprecherin der Linken, Janina Böttger, initiiert. Sie sehen mit der neuen ungarischen Regierung unter Ministerpräsident Peter Magyar eine Chance, die diplomatischen Beziehungen zu intensivieren und die Überstellung von Maja T. zu ermöglichen. Magyar hatte im Wahlkampf eine Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit sowie eine engere Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedsstaaten angekündigt und sich seit seinem Amtsantritt als kompromissbereit und lösungsorientiert gezeigt.
Die Auslieferung von Maja T. nach Ungarn jährt sich nun zum zweiten Mal. Im Juni 2024 wurde sie trotz eines Eilverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht, das die Auslieferung untersagte, nach Ungarn überstellt. Später erklärte das Gericht die Auslieferung auch im Hauptsacheverfahren für rechtswidrig. Maja T., die sich selbst als nicht-binär identifiziert, war im Dezember 2023 in Berlin festgenommen worden. Ungarische Behörden werfen ihr vor, im Februar 2023 gemeinsam mit anderen antifaschistischen Aktivisten Angehörige der rechtsextremen Szene in Budapest angegriffen zu haben. Im Februar 2026 wurde sie von einem ungarischen Gericht zu acht Jahren Haft verurteilt. Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft legten Berufung ein.
Die Haftbedingungen von Maja T. in Ungarn werden von Unterstützern und Menschenrechtsorganisationen als „unmenschlich“ kritisiert. Linken-Politiker Luke Hoß bezeichnete die Situation als „Justizskandal“ und forderte Außenminister Wadephul auf, endlich aktiv zu werden. „Zum traurigen Jubiläum dieses Justizskandals wird es Zeit, dass Wadephul seinem Versprechen an die Familie endlich gerecht wird und auf diplomatischem Wege die rechtswidrige Haft in Ungarn beendet“, so Hoß. Die Forderung nach einer Überstellung von Maja T. nach Deutschland bleibt ein dringliches Anliegen, das nicht nur die politische, sondern auch die moralische Verantwortung Deutschlands berührt.
Der Brief wurde von den rechtspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Linken, SPD und Grünen – Luke Hoß, Carmen Wegge und Helge Limburg – sowie der europapolitischen Sprecherin der Linken, Janina Böttger, initiiert. Sie sehen mit der neuen ungarischen Regierung unter Ministerpräsident Peter Magyar eine Chance, die diplomatischen Beziehungen zu intensivieren und die Überstellung von Maja T. zu ermöglichen. Magyar hatte im Wahlkampf eine Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit sowie eine engere Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedsstaaten angekündigt und sich seit seinem Amtsantritt als kompromissbereit und lösungsorientiert gezeigt.
Die Auslieferung von Maja T. nach Ungarn jährt sich nun zum zweiten Mal. Im Juni 2024 wurde sie trotz eines Eilverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht, das die Auslieferung untersagte, nach Ungarn überstellt. Später erklärte das Gericht die Auslieferung auch im Hauptsacheverfahren für rechtswidrig. Maja T., die sich selbst als nicht-binär identifiziert, war im Dezember 2023 in Berlin festgenommen worden. Ungarische Behörden werfen ihr vor, im Februar 2023 gemeinsam mit anderen antifaschistischen Aktivisten Angehörige der rechtsextremen Szene in Budapest angegriffen zu haben. Im Februar 2026 wurde sie von einem ungarischen Gericht zu acht Jahren Haft verurteilt. Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft legten Berufung ein.
Die Haftbedingungen von Maja T. in Ungarn werden von Unterstützern und Menschenrechtsorganisationen als „unmenschlich“ kritisiert. Linken-Politiker Luke Hoß bezeichnete die Situation als „Justizskandal“ und forderte Außenminister Wadephul auf, endlich aktiv zu werden. „Zum traurigen Jubiläum dieses Justizskandals wird es Zeit, dass Wadephul seinem Versprechen an die Familie endlich gerecht wird und auf diplomatischem Wege die rechtswidrige Haft in Ungarn beendet“, so Hoß. Die Forderung nach einer Überstellung von Maja T. nach Deutschland bleibt ein dringliches Anliegen, das nicht nur die politische, sondern auch die moralische Verantwortung Deutschlands berührt.
Redaktion & Recherche: Investigatives Desk | AboMatrix
