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  • Europol erhält erweitertes Mandat zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität

    Tages Monitor August 10, 2026

    Europol erhält erweitertes Mandat zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität

    Die EU-Kommission hat ein neues Mandat für Europol vorgeschlagen, das der Polizeibehörde erweiterte Kompetenzen und ein deutlich erhöhtes Budget zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität zuspricht.

    Im Rahmen des neuen Mandats soll Europol künftig in der Lage sein, Informationen zu grenzüberschreitender Kriminalität in Echtzeit mit den Mitgliedstaaten auszutauschen. Bisher erfolgte der Austausch meist nur auf Anfrage. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Zusammenarbeit zwischen Europol und den nationalen Polizeibehörden dar.

    Das Budget von Europol soll im Finanzrahmen von 2028 bis 2034 um mehr als eine Milliarde Euro steigen, was die Finanzierung von rund 900 zusätzlichen Stellen ermöglicht. Dies entspricht dem Versprechen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die Personalstärke von Europol zu verdoppeln. Der zuständige EU-Innenkommissar Magnus Brunner bezeichnete die Reform als das umfassendste Update in der 25-jährigen Geschichte der Behörde.

    Zusätzlich plant die Kommission die Einrichtung von Europol-Unterstützungsbüros in den Mitgliedstaaten, in denen Polizeibeamte arbeiten sollen, die zuvor für Europol tätig waren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Technologien zur Kriminalitätsbekämpfung sowie der Erweiterung der Kompetenzen der EU-Justizbehörde Eurojust. Alle Vorschläge müssen jedoch noch im regulären Gesetzgebungsverfahren von den Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament genehmigt werden.


    Quelle: faz.net

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