Deutschland stärkt Drohnensicherheit: Neues Forschungszentrum eröffnet
Deutschland stärkt Drohnensicherheit: Neues Forschungszentrum eröffnet
Die Bundesregierung hat in Sachsen-Anhalt ein neues Zentrum für Drohnensicherheit eröffnet, um der wachsenden Bedrohung durch unbemannte Fluggeräte effektiv entgegenzuwirken.
Am Flughafen Magdeburg-Cochstedt wurde ein neues Technologiezentrum für Drohnensicherheit eröffnet, das sich der Entwicklung innovativer Abwehrtechnologien widmet. Ziel ist es, die Sicherheit gegenüber hybriden Bedrohungen durch Drohnen zu erhöhen und die technische Überlegenheit in diesem Bereich zu sichern. Das Zentrum wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben und ergänzt bestehende Einrichtungen am Standort.
Die Bundesregierung investiert bis zu zehn Millionen Euro in den Ausbau des Zentrums, das auch bis zu 40 neue Arbeitsplätze schaffen soll. Neben Magdeburg-Cochstedt wird das Zentrum eng mit dem DLR-Standort Braunschweig zusammenarbeiten. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betonte die Bedeutung des Projekts als zentralen Baustein der Sicherheitsarchitektur Deutschlands. Die Planung für das Zentrum begann bereits 2025, und es wird nun an das Nationale Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme angegliedert.
Dobrindt warnte vor den zunehmenden hybriden Angriffen durch Drohnen, die von fremden Mächten zur Spionage, Sabotage und Manipulation eingesetzt werden. Der Vorfall mit einer sprengstoffbeladenen Drohne in Leipzig vor zwei Wochen habe die Dringlichkeit solcher Maßnahmen unterstrichen. Er bezeichnete diese Angriffe als Teil eines „Schattenkriegs des 21. Jahrhunderts“ und hob die Rolle des neuen Zentrums bei der Verteidigung gegen solche Bedrohungen hervor.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
