Language / اللغة:
  • ar
  • de
  • en
  • Dänemark entschädigt Grönländerinnen für unrechtmäßige medizinische Eingriffe

    Tages Monitor August 27, 2026

    Dänemark entschädigt Grönländerinnen für unrechtmäßige medizinische Eingriffe

    Das dänische Parlament hat eine finanzielle Entschädigung für Tausende Grönländerinnen beschlossen, denen in den 1960er und 1970er Jahren ohne ihr Einverständnis Verhütungsmittel eingesetzt wurden.

    Tausenden Grönländerinnen wurden in den 1960er und 1970er Jahren ohne ihr Wissen und Zustimmung Verhütungsspiralen eingesetzt, ein schwerwiegender Eingriff, der nun als Kapitel staatlicher Übergriffigkeit in die Geschichte eingegangen ist. Das dänische Parlament hat auf Druck der Öffentlichkeit und nach mehreren Untersuchungen beschlossen, betroffene Frauen finanziell zu entschädigen.

    Die Maßnahmen sollen vor allem zur Anerkennung des Leids beitragen, das diesen Frauen zugefügt wurde. Schon im vergangenen Jahr hatte die damalige Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sich offiziell für die Ereignisse entschuldigt und betont, dass solche Eingriffe inakzeptabel seien. Am gleichen Tag wurden zudem zwei umfassende Expertenberichte veröffentlicht, die die Umstände des Skandals detailliert beleuchten.

    Hintergrund des Skandals ist der Verdacht, dass dänische Behörden in ihrer damaligen Verantwortung für das Gesundheitswesen in Grönland gezielt das Bevölkerungswachstum auf der Insel begrenzen wollten. Obwohl Grönland seit Jahrzehnten weitgehend autonom ist, gehört es weiterhin offiziell zum Königreich Dänemark. Die Entschädigung gilt als wichtiger Schritt zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels in den Beziehungen zwischen Dänemark und seiner früheren Kolonie.


    Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix

    AboMatrix
    ×
    Hallo! Ich bin AboMatrix.
    Ich kann Ihnen die neuesten Nachrichten von der Website geben oder Ihre Fragen zu Asyl und Einwanderung in Deutschland beantworten.
    AboMatrix schreibt...