CDU-Kandidat fordert selbstkritischen Kurs und soziales Gewissen in der Politik
CDU-Kandidat fordert selbstkritischen Kurs und soziales Gewissen in der Politik
Bernd Siggelkow, CDU-Kandidat in Berlin, kritisiert seine Partei für mangelnde Selbstkritik und fordert eine klare Linie in der Politik. Er sieht Versäumnisse der CDU als Grund für die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
Bernd Siggelkow, CDU-Kandidat im Berliner Bezirk Marzahn-Mitte und Gründer des Kinderprojekts Arche, hat sich vor der Abgeordnetenhauswahl deutlich kritisch gegenüber seiner eigenen Partei geäußert. Er betonte, dass die CDU ihre Fehler stärker eingestehen müsse, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. Die Menschen fühlten sich zunehmend unsicher und unwohl in der Stadt, was klare politische Maßnahmen erfordere.
Siggelkow kritisierte, dass die CDU Themen nicht ausreichend anspreche und oft zu leise agiere. Zudem warf er der Bundespolitik vor, die Bevölkerung als ‚Nörgler und faul‘ zu bezeichnen, was das Vertrauen in die etablierten Parteien weiter schwäche. Die AfD profitiere von diesen Fehlern, da sie bisher keine Regierungsverantwortung übernehmen musste und somit nicht an ihren Taten gemessen werde.
Besonders im Bezirk Marzahn-Hellersdorf habe sich das Stadtbild durch den Anstieg des Migrationsanteils seit 2015 verändert, was laut Siggelkow zu sozialen Spannungen geführt habe. Er forderte, Probleme offen und deutlich anzusprechen, ohne dabei pauschale Vorurteile zu schüren. Gleichzeitig übte er scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und forderte ein stärkeres soziales Gewissen in der CDU sowie in der gesamten Politik. Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
