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    Tages Monitor August 28, 2026

    Bündnis über 80 Organisationen stärkt Opfer rechtsextremer Gewalt

    Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, Sportverbänden und NGOs hat eine Solidaritätsvereinbarung geschlossen, um Menschen zu unterstützen, die Opfer rechtsextremer Gewalt oder Bedrohungen werden.

    Mehr als 80 Organisationen, darunter Gewerkschaften, kirchliche Einrichtungen und Sportverbände, haben eine umfassende Initiative ins Leben gerufen, um Betroffenen von rechtsextremistischen Übergriffen beizustehen. Ziel der Solidaritätsvereinbarung ist es, schnelle, praktische Unterstützung – etwa rechtliche Beratung oder finanzielle Hilfe – nach Anschlägen oder Drohungen zu gewährleisten. Besonders im Fokus der Initiative stehen Ehrenamtliche und engagierte Personen, die aufgrund ihres Einsatzes für Demokratie und Menschenrechte Zielscheibe rechtsextremer Feindseligkeiten werden.

    Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Yasmin Fahimi, betonte, dass die derzeitige gesellschaftliche Polarisierung und die aufgeladenen Wahlkampfzeiten die Aggressionen verstärken, was ein koordiniertes Vorgehen gegen rechte Gewalt umso dringlicher mache. Unterstützt wird das Bündnis von prominenten Organisationen wie der evangelischen und katholischen Kirche, dem Deutschen Olympischen Sportbund, Amnesty International, Greenpeace und dem Arbeiter-Samariter-Bund. Ziel der Initiative ist es nicht nur, konkrete Hilfe zu leisten, sondern auch Menschen zu ermutigen, ihr Engagement für die Gesellschaft trotz wachsender Anfeindungen fortzusetzen.

    Die Zahlen aus dem aktuellen Verfassungsschutzbericht unterstreichen die Dringlichkeit der Initiative. Laut Innenminister Alexander Dobrindt stellt der Rechtsextremismus weiterhin die größte Gefahr für die demokratische Grundordnung in Deutschland dar. Die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten ist im vergangenen Jahr um fast neun Prozent gestiegen, während die Gesamtzahl gewaltorientierter Rechtsextremisten nun bei 15.600 liegt. Besonders besorgniserregend ist der wachsende Anteil junger und jugendlicher Radikalisierter, die laut Verfassungsschutz immer häufiger eine ausgeprägte Gewaltbereitschaft zeigen.


    Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix

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