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    Tages Monitor September 14, 2026

    BSW fordert Duelle und AfD-Optionen im Osten

    Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) fordert ein Ende der Brandmauer zur AfD und bietet Parteichefin Alice Weidel zwei öffentliche Debatten an.

    Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat in einem Brief an die AfD-Spitze ein Ende der politischen Abgrenzung zur AfD gefordert und Parteichefin Alice Weidel zu zwei Duellen vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern eingeladen. Die Debatten sollen auf großen Marktplätzen in Magdeburg und Schwerin stattfinden, wie aus dem Schreiben hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Zuvor hatte die „Bild“ darüber berichtet.

    In dem Brief, unterzeichnet von den BSW-Parteichefs Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali, bekräftigt das Bündnis seine Forderung nach „überparteilichen Ministerpräsidenten“ in den Landtagen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Diese sollen „unter Einbindung der AfD mit wechselnden Mehrheiten regieren“. Laut BSW gehe es dabei nicht um eine direkte Regierungsbeteiligung der AfD, sondern um eine pragmatische Zusammenarbeit bei Landtagsentscheidungen. Alle anderen Parteien lehnen eine solche Einbindung der AfD kategorisch ab.

    BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht kritisierte in diesem Zusammenhang den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk scharf. Sie warf ihm vor, ihre Partei „nahezu gar nicht mehr zu Wort kommen zu lassen“ und bezeichnete ihn als „propagandistischen Staatsfunk nach DDR-Vorbild“. Ihrer Ansicht nach werde sowohl das BSW als auch die AfD vom politischen Mainstream bekämpft. Der Osten Deutschlands ticke jedoch anders, weshalb das BSW seine Wahlkampfbühnen für die geplanten Duelle öffne.

    Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen kurz bevor: In Magdeburg wird am 6. September gewählt, in Schwerin am 20. September. Jüngste Umfragen zeigen, dass das BSW in Schwerin erstmals den Einzug in den Landtag schaffen könnte, während die Partei in Magdeburg unter der Fünfprozenthürde liegt. Die AfD hingegen könnte in beiden Bundesländern erneut starke Ergebnisse erzielen.

    Das Angebot des BSW an die AfD, gemeinsam mit „wechselnden Mehrheiten“ politische Entscheidungen zu treffen, sorgt für kontroverse Diskussionen. Kritiker werfen dem Bündnis vor, durch diese Strategie die AfD zu legitimieren. Befürworter sehen darin eine Möglichkeit, die politische Blockade in den ostdeutschen Landtagen zu überwinden. Ob die Debatten zwischen Weidel und Wagenknecht tatsächlich stattfinden werden, bleibt abzuwarten.


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