Aktivist verlässt „Widersetzen“ und verurteilt Gewalt gegen Journalisten
Aktivist verlässt „Widersetzen“ und verurteilt Gewalt gegen Journalisten
Der Aktivist Suraj Mailitafi hat seinen Rückzug aus dem linken Bündnis „Widersetzen“ bekanntgegeben und die Angriffe auf Journalisten während des AfD-Parteitags in Erfurt scharf kritisiert.
Der Aktivist Suraj Mailitafi, eines der bekanntesten Mitglieder des linken Bündnisses „Widersetzen“, hat öffentlich seinen Austritt aus der Bewegung erklärt. In einem Instagram-Post begründete er seinen Rückzug mit den politischen Entwicklungen in Deutschland und seiner kritischen Auseinandersetzung mit der Gewalt gegen Pressevertreter, die am Rande des AfD-Parteitags im Juli in Erfurt stattfand. Dabei wurden unter anderem Reporter von „Apollo News“ von linken Aktivisten angegriffen. Die polizeilichen Ermittlungen zu diesen Vorfällen dauern an.
Mailitafi betonte, dass er weiterhin den Kampf gegen Rechtsextremismus in Deutschland für essentiell halte. Gleichzeitig übte er Selbstkritik und räumte ein, dass er sich nach den Vorfällen nicht klar genug positioniert habe. Innerhalb des Bündnisses habe es Diskussionen über die Legitimität verschiedener Protestformen gegeben, jedoch sei es nicht gelungen, eine einheitliche Haltung gegen Gewalt zu entwickeln. Mailitafi erklärte: „Ich lehne Gewalt ab und verurteile die Angriffe auf Pressevertreter ausdrücklich.“
Das Bündnis „Widersetzen“ hatte nach dem AfD-Parteitag in einer Pressekonferenz weitere Aktionen angekündigt, auch gegen andere Parteien wie CDU und BSW. Dabei lehnte es eine Verurteilung der Angriffe auf Journalisten ab, insbesondere wenn diese für rechtskonservative oder AfD-nahe Medien berichteten. Mailitafi hingegen hob die Bedeutung der Pressefreiheit hervor und kündigte an, sich künftig auf seine Arbeit gegen strukturellen Rassismus und rassistisch motivierte Polizeigewalt zu konzentrieren.
