Ukrainischer Oligarch durch Paketbombe in Monaco schwer verletzt
Ukrainischer Oligarch durch Paketbombe in Monaco schwer verletzt
Eine Paketbombe in Monaco hat den sanktionierten ukrainischen Oligarchen Wadym Jermolajew und zwei weitere Personen schwer verletzt.
Am Montagabend gegen 21.00 Uhr ereignete sich im Fürstentum Monaco eine Explosion, ausgelöst durch eine Paketbombe. Dabei wurden der ukrainische Geschäftsmann Wadym Jermolajew, ein Paar im Alter zwischen 50 und 60 Jahren sowie ein 13-jähriger Jugendlicher verletzt. Die schwer verletzten Personen wurden in Krankenhäuser in Nizza gebracht. Die Ermittlungen zur Tat laufen, und Sicherheitskräfte suchen nach einem Verdächtigen, der auf Überwachungskameras beim Abstellen des Pakets am Eingang des Wohnhauses zu sehen sein soll.
Wadym Jermolajew, ein Multimillionär, der laut Forbes zu den 100 reichsten Ukrainern zählt, steht seit Dezember 2023 unter Sanktionen der ukrainischen Regierung. Ihm wird vorgeworfen, trotz der russischen Besatzung seinen Alkoholhandel auf der Krim fortgeführt und Steuern an die Besatzungsmacht abgeführt zu haben. Zudem soll er 2019 die ukrainische Staatsbürgerschaft aufgegeben und einen zypriotischen Pass erhalten haben.
Die Staatsanwaltschaft von Monaco hat angekündigt, sich am Dienstagmittag zum Stand der Ermittlungen zu äußern. Medienberichten zufolge könnte die Tat politisch motiviert sein, da Jermolajew aufgrund seiner Geschäftsaktivitäten auf der Krim in der Ukraine umstritten ist. Die Sicherheitsbehörden in Monaco und Südfrankreich arbeiten eng zusammen, um den Täter zu identifizieren und mögliche Hintergründe der Tat zu klären.
Die Explosion und die Verletzung eines sanktionierten Oligarchen werfen ein Schlaglicht auf die internationalen Auswirkungen des Ukrainekriegs. Während die Ermittlungen in Monaco fortgesetzt werden, bleibt unklar, ob die Tat in direktem Zusammenhang mit den politischen Spannungen zwischen der Ukraine und Russland steht. Die Sicherheitslage in Europa wird durch solche Vorfälle weiter belastet, und die internationale Aufmerksamkeit auf den Konflikt und seine Folgen wächst.
Quelle: faz.net
