Verdächtiger nach tödlichen Schüssen bei Rave in Aarau festgenommen
Verdächtiger nach tödlichen Schüssen bei Rave in Aarau festgenommen
Nach den tödlichen Schüssen auf einem Rave im Schweizer Kanton Aargau, bei denen eine 22-Jährige getötet und fünf weitere Menschen verletzt wurden, hat die Polizei einen 43-jährigen Verdächtigen festgenommen.
In der Nacht auf Sonntag kam es bei einer Techno-Veranstaltung in der Stadt Aarau im Schweizer Kanton Aargau zu einem tragischen Vorfall. Ein 43-jähriger Schweizer eröffnete das Feuer auf die Teilnehmer eines Raves, wobei eine 22-jährige Italienerin tödlich getroffen wurde. Fünf weitere Personen, darunter eine deutsche Frau, erlitten Verletzungen und wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Die Opfer sind zwischen 24 und 31 Jahre alt. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter inzwischen festnehmen und geht davon aus, dass er allein gehandelt hat.
Die Ermittlungen der Polizei des Kantons Aargau laufen auf Hochtouren. Am Tatort wurden Patronenhülsen gefunden, die sowohl zu einer Pistole oder Maschinenpistole als auch zu einem Sturmgewehr passen. Die Behörden prüfen derzeit drei mögliche Tatmotive: einen Terrorakt, einen Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu. Der genaue Hintergrund der Tat bleibt jedoch weiterhin unklar. Zum Zeitpunkt der Schüsse befanden sich noch über 100 Personen auf dem Veranstaltungsgelände, die gerade dabei waren, nach Hause zu gehen.
Die Tat hat nicht nur in der Schweiz, sondern auch international für Bestürzung gesorgt. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach den Angehörigen der getöteten Italienerin ihr tiefstes Beileid aus und gedachte auch der Verletzten. Der DJ der Veranstaltung, Tekibo, äußerte sich emotional auf Instagram. Er beschrieb den Vorfall als ‚herzzerreißend‘ und betonte, dass Techno und Raves Orte der Freiheit und Sicherheit sein sollten. Er kündigte an, sich vorerst aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, da er den Verlust einer engen Freundin verarbeiten müsse.
Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Besonders die Tatsache, dass der Täter offenbar mit mehreren Waffen ausgestattet war, sorgt für Diskussionen über Waffengesetze und Sicherheitsmaßnahmen. Die deutsche Verletzte wird derzeit in einem Schweizer Krankenhaus behandelt, ihr Zustand ist stabil. Die Ermittlungen der Schweizer Polizei könnten auch für Deutschland von Bedeutung sein, da eine deutsche Staatsbürgerin betroffen ist. Die Behörden rufen Zeugen auf, sich zu melden, um die Hintergründe der Tat weiter aufzuklären.
Quelle: tagesschau.de
