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    Tages Monitor September 30, 2026

    NATO verurteilt russische Gewaltandrohung scharf

    Die NATO hat eine russische Warnung vor einer möglichen militärischen Eskalation rund um die Exklave Kaliningrad entschieden zurückgewiesen und die Drohung als unverantwortlich bezeichnet.

    Die NATO hat am Dienstag eine schriftliche Warnung der russischen Regierung, die über die russische Botschaft in Belgien übermittelt wurde, scharf kritisiert. In dem Schreiben warnt Russland vor einer möglichen Eskalation der militärisch-politischen Lage rund um die russische Exklave Kaliningrad und droht mit Angriffen auf Entscheidungszentren in NATO-Mitgliedstaaten. NATO-Sprecherin Allison Hart erklärte, dass die Allianz jegliche Gewaltandrohung, einschließlich nuklearer Rhetorik, aufs Schärfste verurteile.

    Das russische Schreiben wird von NATO-Vertretern als Reaktion auf ein Mitte August durchgeführtes Luftmanöver interpretiert. Ziel des Manövers war es, die Fähigkeit der NATO zu demonstrieren, im Falle einer russischen Aggression gegen Bündnisterritorium die Kontrolle über Kaliningrad zu sichern. Russland wirft der NATO vor, durch solche Übungen und öffentliche Äußerungen eine „beispiellose Eskalation“ zu provozieren und fordert die Mitgliedstaaten auf, von weiteren „destabilisierenden Maßnahmen“ abzusehen.

    In dem Schreiben betont Russland, dass es bereit sei, sein gesamtes militärisches Arsenal, einschließlich Atomwaffen, einzusetzen, um sein Territorium zu verteidigen. Diese Drohung wird von der NATO als unverantwortlich und gefährlich eingestuft. Sprecherin Hart unterstrich, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis sei und keine ihrer Aktivitäten eine Bedrohung für Russland darstelle. Die Allianz sieht die russischen Aussagen als Versuch, Spannungen zu schüren und die Sicherheit der Mitgliedstaaten zu untergraben.

    Die Eskalation der Rhetorik zwischen Russland und der NATO verdeutlicht die wachsende Unsicherheit in der Region. Experten warnen vor den Risiken eines direkten bewaffneten Konflikts, der weitreichende Folgen für die globale Sicherheit haben könnte. Die NATO betont weiterhin ihre Entschlossenheit, die Sicherheit ihrer Mitgliedstaaten zu gewährleisten, während Russland auf eine Abschreckungspolitik setzt. Die Situation bleibt angespannt und wird international aufmerksam verfolgt.


    Quelle: faz.net

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