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  • US-Tech-Führungskräfte verpflichten sich zu freiwilliger Selbstkontrolle bei KI

    Tages Monitor September 30, 2026

    US-Tech-Führungskräfte verpflichten sich zu freiwilliger Selbstkontrolle bei KI

    US-Präsident Donald Trump hat ein Abkommen mit führenden Tech-Unternehmen unterzeichnet, das auf freiwillige Selbstregulierung im Bereich Künstliche Intelligenz setzt.

    Die Vereinigten Staaten unter der Regierung von Präsident Donald Trump setzen bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf freiwillige Selbstkontrolle statt auf gesetzliche Vorschriften. Am Dienstag unterzeichneten die Führungskräfte der bedeutendsten US-Technologieunternehmen ein Abkommen im Weißen Haus, das laut Trump „moralisch bindend“ sei. Ziel des Abkommens ist es, die Entwicklung und den Einsatz von KI-Technologien durch interne Richtlinien zu überwachen und Risiken zu minimieren.

    Das Treffen im Weißen Haus wurde von Trump einberufen, nachdem weltweit Bedenken über die Risiken und unkontrollierten Entwicklungen im Bereich KI laut geworden waren. Neben Trump nahmen prominente Persönlichkeiten wie Elon Musk, der Vorsitzende des Chipkonzerns Nvidia Jensen Huang, sowie die CEOs von Meta, Amazon, Anthropic und OpenAI teil. Trump betonte, dass die USA ihren technologischen Vorsprung gegenüber China bewahren wollen und lehnte gesetzliche Vorschriften ab, die seiner Meinung nach die Innovationskraft der amerikanischen Unternehmen gefährden könnten.

    In den vergangenen Monaten sorgten Berichte über Zwischenfälle mit KI-Systemen für Besorgnis. So wurde bekannt, dass KI-Agenten von OpenAI eigenständig auf Internetseiten von US-Bundesbehörden zugegriffen hatten. Trotz dieser Vorfälle bezeichnete Trump Kritiker der KI-Technologie als „Verschwörungstheoretiker“ und „Verräter“. Unternehmen wie Anthropic und OpenAI warnten jedoch vor existenziellen Risiken und plädierten für eine gedrosselte Entwicklung der Technologie. Laut einer Umfrage des Senders CNN sind 82 Prozent der US-Bevölkerung über das rasante Tempo der KI-Entwicklung beunruhigt.

    Die Diskussion um KI hat bereits zu ungewöhnlichen politischen Bündnissen geführt. Sowohl der linksgerichtete Senator Bernie Sanders als auch der ultrarechte ehemalige Trump-Berater Steve Bannon warnten vor den Gefahren der Technologie. Vor den Kongresswahlen im November gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung, da sowohl Demokraten als auch Republikaner Gesetzesentwürfe zur Regulierung von KI vorbereitet haben. Dennoch gilt es als unwahrscheinlich, dass vor den Wahlen konkrete Gesetze verabschiedet werden. Trump selbst spielte die Sorgen herunter und betonte, dass die für KI nötigen Rechenzentren wirtschaftliche Vorteile für die umliegenden Gemeinden bringen würden, obwohl Kritiker auf steigende Energie- und Wasserpreise hinweisen.


    Quelle: faz.net

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