Europa zwischen China und USA: Ein Wettlauf gegen die Zeit
Tages Monitor
September 25, 2026
Europa zwischen China und USA: Ein Wettlauf gegen die Zeit
Europa droht, zwischen den Supermächten China und USA zerrieben zu werden – Experten fordern technologische Eigenständigkeit.
Europa steht am Scheideweg: Historiker Niall Ferguson und Ökonom Moritz Schularick warnen eindringlich vor einem drohenden Bedeutungsverlust des Kontinents im globalen Machtgefüge. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ zeichnen sie ein düsteres Bild: Ohne technologische Eigenständigkeit werde Europa zwischen den wirtschaftlichen Giganten China und den USA zerrieben. „China und die USA werden Europa aufessen, Stück für Stück“, so Schularick. Besonders Deutschland, das wirtschaftliche Herz Europas, sei gefährdet, wenn keine entschlossenen Maßnahmen ergriffen würden.
Die beiden Experten heben hervor, dass Europa in Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Cloud-Infrastrukturen kaum eine Rolle spiele. Ferguson, Wirtschaftshistoriker an der Stanford University, betont, dass die USA ihre wirtschaftliche Dominanz in den letzten Jahren weiter ausgebaut hätten, während Europa zurückgefallen sei. Schularick, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, sieht insbesondere die deutsche Wirtschaft in einer gefährlichen Lage: „Die Bedrohung durch China wurde völlig unterschätzt.“ Er prognostiziert, dass ohne grundlegende Änderungen chinesische Automobilhersteller wie BYD bald den europäischen Markt dominieren könnten.
Als Lösungsansätze skizzieren Ferguson und Schularick eine Reihe von Maßnahmen: Europa müsse technologisch autonom werden, etwa durch den Aufbau eigener Cloud-Infrastrukturen und KI-Systeme. Zudem sei eine klare europäische Strategie im Umgang mit China notwendig. Schularick schlägt vor, den Zugang zum europäischen Binnenmarkt als Druckmittel zu nutzen, um chinesische Unternehmen zu verpflichten, vor Ort zu produzieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Auch der Ausbau der Verteidigungs- und Hochtechnologieindustrie sei essenziell, um wirtschaftliche und sicherheitspolitische Abhängigkeiten zu vermeiden.
Ferguson fordert zudem staatliche Investitionen in Infrastruktur und eine „Operation Höchsttempo“, um die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken und wirtschaftliche Impulse zu setzen. Beide Experten sind sich einig: Ohne massive Investitionen in Schlüsseltechnologien wie Robotik, Raumfahrt und KI droht Europa langfristig nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch ins Hintertreffen zu geraten. „Ohne Technologie gibt es für Europa keine Sicherheit“, warnt Schularick.
Trotz der alarmierenden Diagnose bleibt ein Funken Hoffnung: Mit entschlossenem Handeln, einer klaren industriepolitischen Strategie und technologischen Innovationen könne Europa den Abstieg stoppen. Doch die Zeit drängt, denn wie Ferguson mahnt: „Solange das Wachstum gering ist, gewinnen Populisten an Boden und die demokratische Mitte wird geschwächt.“
Die beiden Experten heben hervor, dass Europa in Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Cloud-Infrastrukturen kaum eine Rolle spiele. Ferguson, Wirtschaftshistoriker an der Stanford University, betont, dass die USA ihre wirtschaftliche Dominanz in den letzten Jahren weiter ausgebaut hätten, während Europa zurückgefallen sei. Schularick, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, sieht insbesondere die deutsche Wirtschaft in einer gefährlichen Lage: „Die Bedrohung durch China wurde völlig unterschätzt.“ Er prognostiziert, dass ohne grundlegende Änderungen chinesische Automobilhersteller wie BYD bald den europäischen Markt dominieren könnten.
Als Lösungsansätze skizzieren Ferguson und Schularick eine Reihe von Maßnahmen: Europa müsse technologisch autonom werden, etwa durch den Aufbau eigener Cloud-Infrastrukturen und KI-Systeme. Zudem sei eine klare europäische Strategie im Umgang mit China notwendig. Schularick schlägt vor, den Zugang zum europäischen Binnenmarkt als Druckmittel zu nutzen, um chinesische Unternehmen zu verpflichten, vor Ort zu produzieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Auch der Ausbau der Verteidigungs- und Hochtechnologieindustrie sei essenziell, um wirtschaftliche und sicherheitspolitische Abhängigkeiten zu vermeiden.
Ferguson fordert zudem staatliche Investitionen in Infrastruktur und eine „Operation Höchsttempo“, um die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken und wirtschaftliche Impulse zu setzen. Beide Experten sind sich einig: Ohne massive Investitionen in Schlüsseltechnologien wie Robotik, Raumfahrt und KI droht Europa langfristig nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch ins Hintertreffen zu geraten. „Ohne Technologie gibt es für Europa keine Sicherheit“, warnt Schularick.
Trotz der alarmierenden Diagnose bleibt ein Funken Hoffnung: Mit entschlossenem Handeln, einer klaren industriepolitischen Strategie und technologischen Innovationen könne Europa den Abstieg stoppen. Doch die Zeit drängt, denn wie Ferguson mahnt: „Solange das Wachstum gering ist, gewinnen Populisten an Boden und die demokratische Mitte wird geschwächt.“
Redaktion & Recherche: Investigatives Desk | AboMatrix
