Hitzewelle: Wie Pflegeheime Senioren schützen
Tages Monitor
September 22, 2026
Hitzewelle: Wie Pflegeheime Senioren schützen
Pflegeheime in Deutschland trotzen der Hitzewelle mit kreativen Maßnahmen – von Eis bis Hitzepaten.
Die anhaltende Hitzewelle in Deutschland stellt insbesondere ältere Menschen vor erhebliche Herausforderungen. In Pflegeheimen und Seniorenresidenzen wird mit einer Vielzahl von Maßnahmen versucht, die Auswirkungen der hohen Temperaturen zu mildern. Elisabeth Farcas, 91 Jahre alt und Bewohnerin des Altenheims Herz-Jesu-Kloster in Bonn-Ramersdorf, berichtet: „Wir bekommen täglich Eis, kalte Getränke und Wassermelonen. Man darf sich nicht hängen lassen. Wir sind hier gut versorgt.“
Da Klimaanlagen in vielen Einrichtungen fehlen, setzen die Mitarbeiter auf gezielte Strategien, um die Räume kühl zu halten. Sabine Rottländer, Leiterin des Herz-Jesu-Klosters, erklärt: „Wir schließen tagsüber die Rollläden und öffnen die Fenster in der Nacht. Die Türen bleiben geschlossen, um die warme Luft draußen zu halten.“ Zusätzlich gibt es Hinweisschilder, die die Bewohner daran erinnern, ausreichend zu trinken, sich wenig zu bewegen und die Sonne zu meiden.
Die Küche spielt dabei eine zentrale Rolle: Cocktails, Melonen und regelmäßige Getränkerunden sorgen für Erfrischung. „Die Kollegen überschlagen sich geradezu mit Ideen“, so Rottländer. Doch nicht nur in Pflegeheimen wird gegen die Hitze angekämpft. In Bielefeld hat die Stadt einen Hitzeaktionsplan ins Leben gerufen, der sogenannte Hitzepatenschaften umfasst. Freiwillige wie Petra Tödheide kümmern sich um ältere Menschen, die in ihren eigenen Wohnungen leben. Sie erinnern sie ans Trinken, bringen kleine Geschenke wie Fächer mit und leisten Gesellschaft. „Ältere Menschen haben oft kein Durstgefühl mehr. Da müssen wir aufpassen“, betont Tödheide.
Doch nicht alle Probleme lassen sich mit einfachen Mitteln lösen. In Duisburg plant das Seniorenheim St. Barbara, Klimaanlagen in den Aufenthaltsräumen der oberen Stockwerke zu installieren. „Bei 39 Grad hilft irgendwann nur noch eine Klimaanlage“, sagt Heimleiter Daniel Wörmann. Der Förderverein hat die Finanzierung ermöglicht, um sogenannte Kälteinseln zu schaffen, in denen sich die Bewohner abkühlen können. Dennoch musste das große Sommerfest des Heims abgesagt werden – die Hitze wäre für Bewohner und Angehörige zu belastend gewesen.
Auch medizinische Experten wie Wolfrid Schröer, Chefarzt der Klinik für Geriatrie der Sana Kliniken in Duisburg, raten zu Vorsicht. „Ältere Menschen sollten ihre Flüssigkeitszufuhr mit dem Hausarzt abstimmen und auf leichte Kost achten.“ Die Hitzewelle zeigt, wie wichtig präventive Maßnahmen und kreative Lösungen sind, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der älteren Generation zu schützen.
Da Klimaanlagen in vielen Einrichtungen fehlen, setzen die Mitarbeiter auf gezielte Strategien, um die Räume kühl zu halten. Sabine Rottländer, Leiterin des Herz-Jesu-Klosters, erklärt: „Wir schließen tagsüber die Rollläden und öffnen die Fenster in der Nacht. Die Türen bleiben geschlossen, um die warme Luft draußen zu halten.“ Zusätzlich gibt es Hinweisschilder, die die Bewohner daran erinnern, ausreichend zu trinken, sich wenig zu bewegen und die Sonne zu meiden.
Die Küche spielt dabei eine zentrale Rolle: Cocktails, Melonen und regelmäßige Getränkerunden sorgen für Erfrischung. „Die Kollegen überschlagen sich geradezu mit Ideen“, so Rottländer. Doch nicht nur in Pflegeheimen wird gegen die Hitze angekämpft. In Bielefeld hat die Stadt einen Hitzeaktionsplan ins Leben gerufen, der sogenannte Hitzepatenschaften umfasst. Freiwillige wie Petra Tödheide kümmern sich um ältere Menschen, die in ihren eigenen Wohnungen leben. Sie erinnern sie ans Trinken, bringen kleine Geschenke wie Fächer mit und leisten Gesellschaft. „Ältere Menschen haben oft kein Durstgefühl mehr. Da müssen wir aufpassen“, betont Tödheide.
Doch nicht alle Probleme lassen sich mit einfachen Mitteln lösen. In Duisburg plant das Seniorenheim St. Barbara, Klimaanlagen in den Aufenthaltsräumen der oberen Stockwerke zu installieren. „Bei 39 Grad hilft irgendwann nur noch eine Klimaanlage“, sagt Heimleiter Daniel Wörmann. Der Förderverein hat die Finanzierung ermöglicht, um sogenannte Kälteinseln zu schaffen, in denen sich die Bewohner abkühlen können. Dennoch musste das große Sommerfest des Heims abgesagt werden – die Hitze wäre für Bewohner und Angehörige zu belastend gewesen.
Auch medizinische Experten wie Wolfrid Schröer, Chefarzt der Klinik für Geriatrie der Sana Kliniken in Duisburg, raten zu Vorsicht. „Ältere Menschen sollten ihre Flüssigkeitszufuhr mit dem Hausarzt abstimmen und auf leichte Kost achten.“ Die Hitzewelle zeigt, wie wichtig präventive Maßnahmen und kreative Lösungen sind, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der älteren Generation zu schützen.
Redaktion & Recherche: Investigatives Desk | AboMatrix
