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    Tages Monitor September 13, 2026

    Büros werden zu Wohnungen: Neues Förderprogramm

    Die Bundesregierung startet ein Förderprogramm, um leerstehende Büro- und Gewerbeflächen in dringend benötigten Wohnraum umzuwandeln.

    Ab morgen können Investoren Zuschüsse für den Umbau von ungenutzten Büro- und Gewerbeimmobilien zu Wohnraum beantragen. Mit dem Programm „Gewerbe zu Wohnen“ stellt die Bundesregierung insgesamt 300 Millionen Euro bereit, um die Wohnraumkrise zu bekämpfen und gleichzeitig brachliegende Flächen sinnvoll zu nutzen. Bundesbauministerin Verena Hubertz betonte, dass durch die Umnutzung von Gebäuden, die derzeit leer stehen, nicht nur dringend benötigter Wohnraum geschaffen, sondern auch Ressourcen gespart und Stadtzentren belebt werden können.

    Laut Hubertz stehen deutschlandweit mehr als zwölf Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. Das Förderprogramm sieht vor, dass pro neu geschaffener Wohneinheit bis zu 30.000 Euro und pro Investor maximal 300.000 Euro beantragt werden können. Die Zuschüsse werden über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben. Allerdings müssen beim Umbau strenge Auflagen zur energetischen Sanierung erfüllt werden, um die Nachhaltigkeit der Projekte zu gewährleisten.

    Experten schätzen, dass durch die Umwandlung von Gewerbeimmobilien allein in den sieben größten Städten Deutschlands bis zu 60.000 neue Wohnungen entstehen könnten. Besonders in urbanen Gebieten, in denen Wohnraum knapp ist, könnte das Programm eine wichtige Entlastung bringen. Doch der Umbau von Büroflächen zu Wohnraum ist nicht immer einfach: Häufig sind die baulichen Anforderungen, etwa beim Brandschutz oder der Statik, hoch. Zudem sind die Baukosten in den letzten Jahren stark gestiegen, was die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte erschwert.

    Ein weiteres Hindernis ist die Standortfrage. Nicht alle Bürogebäude eignen sich als Wohnraum, da sie oft in Gewerbegebieten ohne ausreichende Infrastruktur wie Schulen, Kindergärten oder Parks liegen. Dennoch sieht die Bundesregierung in dem Programm eine Chance, die Wohnraumkrise zu entschärfen und gleichzeitig ungenutzte Flächen einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Die Initiative wurde bereits im April vorgestellt und hat seitdem viel Aufmerksamkeit erhalten.

    Das Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ könnte ein wichtiger Schritt sein, um die Wohnraumknappheit in Deutschland zu bekämpfen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie viele Investoren die finanziellen Anreize nutzen und welche Herausforderungen bei der Umsetzung auftreten. Die Bundesregierung hofft, dass die bereitgestellten Mittel einen spürbaren Beitrag zur Lösung der Wohnraumkrise leisten können.


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