Dröge kritisiert Merz: Hitze-Tod durch Untätigkeit?
Dröge kritisiert Merz: Hitze-Tod durch Untätigkeit?
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, die tödlichen Folgen der Hitzewelle zu ignorieren.
Die Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert und ihm Untätigkeit angesichts der jüngsten Hitzewelle vorgeworfen. Laut Dröge habe die extreme Hitze des vergangenen Wochenendes zahlreiche Menschenleben gefordert. Sie betonte, dass die Situation nur durch den außergewöhnlichen Einsatz von Pflege- und Rettungskräften nicht noch katastrophaler ausgefallen sei. „Deutschland hat unter einer gefährlichen Hitze gelitten, und die Bundesregierung schaut weg“, sagte Dröge gegenüber der dpa.
Besonders empörend sei laut Dröge die Haltung von Friedrich Merz, der sich nicht einmal öffentlich zu den dramatischen Ereignissen geäußert habe. „Das ist beeindruckend empathielos“, kritisierte sie. Noch schwerwiegender sei jedoch, dass Merz keine Maßnahmen ergreife, um die Bevölkerung besser vor zukünftigen Hitzewellen zu schützen. Dröge forderte, dass der Koalitionsausschuss dringend Lösungen erarbeiten müsse, um insbesondere ältere Menschen und Kinder vor den gesundheitlichen Risiken extremer Temperaturen zu bewahren.
Im ARD-„Morgenmagazin“ wies Dröge darauf hin, dass Pflegekräfte und ältere Menschen besonders unter der Hitze leiden. „Friedrich Merz kann vielleicht aus dem klimatisierten Kanzleramt heraus die Hitze ignorieren, aber die Pflegekräfte in den Krankenhäusern können das nicht“, sagte sie. Sie forderte ein Abkühl-Sofortprogramm, das Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen mit Klimaanlagen ausstattet. Dabei schlug sie vor, diese Anlagen mit Solarstrom zu betreiben, um die Energiekosten zu senken und gleichzeitig den Klimaschutz zu fördern.
Dröge betonte zudem die Bedeutung von städtischer Begrünung. „Ein Baum alleine ersetzt mehrere Klimaanlagen“, erklärte sie und forderte mehr Bäume, Fassadenbegrünung und Sträucher in Städten, um die Lufttemperatur zu senken. Sie warnte vor den langfristigen Folgen der Klimakrise: „Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir in 20 Jahren diese Sommer als kalt empfunden haben.“
Abschließend kritisierte Dröge die Reformvorhaben der CDU-Politikerin Katherina Reiche, die ihrer Meinung nach den Ausbau erneuerbarer Energien behindern und die Klimakrise weiter verschärfen könnten. Sie forderte einen sofortigen Stopp dieser Gesetze und appellierte an die Bundesregierung, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. „Es ist fahrlässig, wenn die Regierung versucht, sich aus der Verantwortung zu stehlen“, so Dröge.
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