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  • Wegner fordert schärferes Versammlungsrecht

    Tages Monitor September 11, 2026

    Wegner fordert schärferes Versammlungsrecht

    Kai Wegner kritisiert islamistische Hetze und fordert Gesetzesänderungen.

    Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat sich für eine Verschärfung des Versammlungsrechts ausgesprochen. Anlass seiner Forderung war eine Demonstration am Wochenende, bei der islamistische und antisemitische Parolen skandiert wurden. Wegner betonte: „Wer ‚Tod den Ungläubigen‘ ruft, missbraucht das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit und kann sich nicht darauf berufen.“

    Die Demonstration, die unter dem Titel „Aschura-Marsch“ angekündigt wurde, sollte Solidarität mit unterdrückten Menschen weltweit zeigen. Laut Polizei kam es jedoch zu problematischen Szenen, bei denen Kinder in eine szenische Darstellung der historischen Verschleppung eingebunden wurden. Die Kinder seien dabei aneinandergebunden gewesen, was die Polizei umgehend untersagte. Wegner kritisierte die Versammlungsfreiheit in ihrer aktuellen Form und forderte, dass die Behörden wieder das Instrument der ‚öffentlichen Ordnung‘ nutzen können, um solche Kundgebungen im Vorfeld zu erschweren oder zu untersagen.

    Das Berliner Versammlungsrecht, das 2021 von der rot-grün-roten Regierung verabschiedet wurde, steht seit längerem in der Kritik. CDU und SPD hatten ursprünglich geplant, das Gesetz zu überarbeiten, konnten sich jedoch bislang nicht einigen. Wegner kündigte an, nach der Abgeordnetenhauswahl im September eine Änderung des Versammlungsfreiheitsgesetzes voranzutreiben.

    Die Diskussion um das Versammlungsrecht zeigt die Spannungen zwischen dem Schutz der Grundrechte und der Notwendigkeit, extremistische Inhalte zu verhindern. Wegner sieht die aktuelle Gesetzeslage als unzureichend, um gegen islamistische Hetze und Gewaltverherrlichung vorzugehen. Er fordert eine klare gesetzliche Grundlage, die es ermöglicht, problematische Versammlungen frühzeitig zu regulieren und im Zweifel zu verbieten.

    Die Debatte um das Versammlungsrecht ist Teil einer größeren Diskussion über die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit in Deutschland. Wegner betonte, dass die Versammlungsfreiheit eine wichtige Errungenschaft sei, jedoch nicht dazu genutzt werden dürfe, Hass und Gewalt zu verbreiten. Seine Forderung nach einer Gesetzesänderung stößt auf Zustimmung und Kritik gleichermaßen.


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