Ukraine beschließt umstrittene nationale Gedenkstätte
Ukraine beschließt umstrittene nationale Gedenkstätte
Das Parlament in Kiew hat die Einrichtung einer nationalen Gedenkstätte beschlossen, die umstrittene historische Persönlichkeiten ehren soll.
Mitten im Krieg gegen Russland und vor dem Hintergrund eines Geschichtsstreits mit Polen hat das ukrainische Parlament die Einrichtung einer nationalen Gedenkstätte, genannt „Pantheon“, beschlossen. In einer beschleunigten zweiten Lesung stimmten 287 Abgeordnete für die Gesetzesnovelle, die von Präsident Wolodymyr Selenskyj als „dringlich“ bezeichnet wurde. Ziel der Gedenkstätte ist es, herausragende Vertreter der ukrainischen Nation zu ehren und eine nationale Identität zu fördern.
Die Gedenkstätte soll in der Hauptstadt Kiew errichtet werden und historische Persönlichkeiten seit der Zeit des mittelalterlichen Reiches der Kiewer Rus ehren. Auch international umstrittene Figuren, die von der Ukraine als Unabhängigkeitskämpfer angesehen werden, sollen umgebettet werden. Zudem soll das Pantheon als Begräbnisstätte für ukrainische Präsidenten dienen. Präsident Selenskyj lobte die Entscheidung des Parlaments als wichtigen Schritt zur Förderung der sozialen Einheit und kündigte die unverzügliche Unterzeichnung des Gesetzes an.
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