Halbjahresbilanz: Weniger Börsengänge trotz robuster Aktienmärkte
Halbjahresbilanz: Weniger Börsengänge trotz robuster Aktienmärkte
Die Zahl der Börsengänge ist weltweit im ersten Halbjahr 2023 um 12 Prozent gesunken, trotz stabiler Aktienmärkte.
Die Beratungsgesellschaft EY hat eine gemischte Bilanz für den internationalen IPO-Markt im ersten Halbjahr 2023 gezogen. Weltweit wurden 483 Börsengänge gezählt, was einem Rückgang von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Hauptursache sind geopolitische Spannungen, insbesondere der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran, der seit Februar andauert. Die Blockade der Straße von Hormus durch Iran hat den Welthandel mit Öl, Gas und Düngemitteln erheblich gestört.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Während die Zahl der IPOs in China, inklusive Hongkong, um 39 Prozent stieg, verzeichneten die USA einen Rückgang von über einem Drittel. Dennoch konnten die USA ihr Emissionsvolumen um 200 Prozent steigern, vor allem durch den Rekord-Börsengang von SpaceX mit einem Volumen von 86 Milliarden Dollar. Die Aktienmärkte weltweit blieben trotz der Krisen robust, wobei technologielastige Indizes wie der Nasdaq 100 und der japanische Nikkei deutliche Zuwächse verzeichneten. Der DAX hingegen blieb mit einem Plus von zwei Prozent seit Jahresbeginn zurückhaltend.
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