Gewerkschaftsfunktionär tritt nach Vorwürfen aus DDR-Zeit zurück
Gewerkschaftsfunktionär tritt nach Vorwürfen aus DDR-Zeit zurück
Sven Hüber, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), ist nach umstrittenen Vorwürfen zu seiner Rolle als DDR-Grenzoffizier mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.
Sven Hüber, bislang stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), hat sein Amt aufgrund wiederkehrender Anschuldigungen zu seiner Zeit als Offizier der DDR-Grenztruppen niedergelegt. In einer persönlichen Erklärung bezeichnete der 62-Jährige die Vorwürfe als ‚verunglimpfend‘ und ‚rufmordähnlich‘. Um die Gewerkschaft während der rechtlichen Klärung nicht weiter zu belasten, habe er den Rücktritt freiwillig eingereicht.
Die Vorwürfe gegen Hüber wurden durch Berichte eines ehemaligen Grenzsoldaten erneut publik, der Hüber beschuldigte, in den 1980er-Jahren einen Mauerflüchtling misshandelt sowie zur Durchsetzung des Schießbefehls beigetragen zu haben. Hüber wies diese Anschuldigungen zurück und kündigte an, rechtliche Schritte dagegen einzuleiten. Bisherige Gerichtsverfahren hatten bereits gezeigt, dass sein Name nicht mit bestimmten Fällen öffentlich in Verbindung gebracht werden durfte.
Kritik an Hüber kam auch aus Reihen der GdP. Hintergrund war ein Artikel in einer Gewerkschaftszeitschrift, in dem er Polizeibeamte dazu aufrief, sich einer möglichen Landesregierung unter der AfD aktiv zu widersetzen. Diese Äußerungen lösten eine Welle der Kritik aus mehreren Landesverbänden der GdP aus, die Hübers Position als unvereinbar mit der Neutralitätspflicht eines Polizeibeamten bezeichneten.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
