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  • Gefahr aus der Tiefe: Wie Schwelbrände zu „Zombiefeuern“ werden

    Tages Monitor August 26, 2026

    Gefahr aus der Tiefe: Wie Schwelbrände zu „Zombiefeuern“ werden

    In Europa und weltweit tauchen immer wieder sogenannte „Zombiefeuer“ auf, die eigentlich als gelöscht galten. Diese unerwartet wiederkehrenden Brände stellen eine wachsende Herausforderung für die Brandbekämpfung dar und haben weitreichende klimatische Folgen.

    „Zombiefeuer“ sind Brände, die unter bestimmten Voraussetzungen nach erfolgreicher Löschung wieder aufflammen können und oft schwer zu bekämpfen sind. Ursache sind oft unterirdische Glutnester in humus- oder torfreichen Böden, die aufgrund ihrer Beschaffenheit monatelang oder sogar über Jahre hinweg schwelen. Besonders trockene Moorböden sind anfällig für eine vertikale und horizontale Ausbreitung, die diese Brände äußerst unvorhersehbar machen.

    Die Löschung solcher tiefliegenden Glutnester stellt Feuerwehrleute vor enorme Herausforderungen, da das Feuer unsichtbar unter der Oberfläche weiterbrennen und plötzlich erneut aufflammen kann. Experten betonen, dass Torfböden über Jahrhunderte als Brennstoff genutzt wurden, wodurch ihr Potenzial, bei massiver Trockenheit Feuer zu fangen, zusätzlich wachsen könnte. In Regionen mit langen und kalten Wintern, wie der Arktis, können solche Brände sogar unter einer Schneedecke ‚überwintern‘.

    Abgesehen von der direkten Gefahr für Menschen und Wälder werfen „Zombiefeuer“ auch große Probleme für den Klimaschutz auf. Ihre langsame, aber stetige Verbrennung setzt enorme Mengen an Kohlenstoff in die Atmosphäre frei, insbesondere in sensiblen Ökosystemen wie den Subarktisgebieten. Um diese Bedrohung einzudämmen, wird weltweit an besseren Methoden zur Früherkennung und an langfristigen Präventionsstrategien gearbeitet, um die Folgen für Mensch und Umwelt zu minimieren.


    Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix

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