CDU-Politiker kritisiert Konsumverhalten und Berufsunbeliebtheit als Ursachen für Leerstand
CDU-Politiker kritisiert Konsumverhalten und Berufsunbeliebtheit als Ursachen für Leerstand
Europaabgeordneter Dennis Radtke äußerte sich in einem Video zur Lage in deutschen Innenstädten und wies darauf hin, dass nicht alle Probleme durch illegale Migration verursacht werden. Er machte unter anderem Online-Shopping und die sinkende Attraktivität bestimmter Berufe verantwortlich.
Dennis Radtke, Europaabgeordneter der CDU und Vorsitzender des Sozialflügels CDA, hat in einem Video aus Wattenscheid auf Kritik an seinen früheren Aussagen reagiert. Er betonte, dass Migration nicht der alleinige Grund für die Herausforderungen in deutschen Städten sei. Vielmehr wies er auf strukturelle Veränderungen hin, die das Stadtbild langfristig beeinflussen.
Als Beispiele nannte Radtke den Leerstand in Innenstädten, der auch durch das zunehmende Online-Shopping begünstigt werde. Die Bequemlichkeit des digitalen Konsums führe dazu, dass kleinere, inhabergeführte Geschäfte verschwinden. Darüber hinaus spielte er auf die Unbeliebtheit bestimmter Ausbildungsberufe an, die besonders das traditionelle Fleischerhandwerk betreffen. Dies sei eine Ursache dafür, dass deutsche Metzgereien immer seltener in Fußgängerzonen zu finden seien.
Zahlen des Deutschen Fleischer-Verbandes untermauern diese Aussage: Die Zahl der Auszubildenden im Fleischerhandwerk hat sich seit 2000 drastisch reduziert, von über 9500 auf 2434 im Jahr 2024. Ein leichter Anstieg konnte zuletzt durch die Anwerbung ausländischer Fachkräfte verzeichnet werden, darunter aus Vietnam und Indien. Radtke betonte, dass eine differenzierte Betrachtung der Ursachen notwendig sei, um Lösungsansätze für die Veränderung der Innenstädte zu entwickeln.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
