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  • Mehr freiwillige Ausreisen als Abschiebungen: Aktuelle Zahlen zur Migrationspolitik

    Tages Monitor August 21, 2026

    Mehr freiwillige Ausreisen als Abschiebungen: Aktuelle Zahlen zur Migrationspolitik

    Im ersten Halbjahr verließen mehr Menschen freiwillig Deutschland, als abgeschoben wurden. Die Zahl der Abschiebungen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

    Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden weniger als 10.000 Menschen aus Deutschland abgeschoben, während fast 18.000 ausreisepflichtige Personen freiwillig das Land verließen. Etwa die Hälfte der freiwilligen Ausreisen wurde durch Fördermittel des Bundes unterstützt, wie aus aktuellen Regierungsdaten hervorgeht. Insgesamt erhielten 9.276 Personen finanzielle Hilfe für ihre freiwillige Rückkehr.

    Die Zahl der Abschiebungen sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,2 Prozent auf 9.663 Fälle. Gründe hierfür sind unter anderem die sinkende Zahl von Asylanträgen seit Anfang 2025 sowie praktische und rechtliche Hindernisse bei der Durchführung von Abschiebungen. Zur Jahresmitte lebten rund 259.000 ausreisepflichtige Personen in Deutschland, von denen 77 Prozent eine Duldung besaßen. Eine Duldung wird beispielsweise bei gesundheitlichen Problemen oder fehlenden Reisedokumenten gewährt.

    Besonders auffällig ist die steigende Zahl von Piloten, die sich weigern, ausreisepflichtige Personen zu transportieren. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 280 solcher Fälle registriert. Zudem wurden bei Abschiebungen vermehrt körperliche Zwangsmaßnahmen eingesetzt, insbesondere bei Rückführungen nach Algerien, Marokko und Nigeria. Kritiker bemängeln die Anwendung von Gewalt und fordern eine stärkere Fokussierung auf freiwillige Rückkehrprogramme.


    Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix

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