Kürzungen bei humanitärer Hilfe verschärfen Not in Krisengebieten
Kürzungen bei humanitärer Hilfe verschärfen Not in Krisengebieten
Weltweit werden die Mittel für humanitäre Hilfe drastisch gekürzt, was Millionen von Menschen in Krisengebieten wie dem Sudan in lebensbedrohliche Situationen bringt. Helfer vor Ort berichten von erschütternden Zuständen und schwierigen Entscheidungen.
Die humanitäre Hilfe steht weltweit unter massivem Druck, da die finanziellen Mittel in vielen Ländern, darunter auch Deutschland, erheblich reduziert wurden. Besonders betroffen ist der Sudan, ein Land, das von Konflikten und Hungerkrisen gezeichnet ist. Rund 20 Millionen Menschen sind dort auf humanitäre Hilfe angewiesen, doch die Ressourcen reichen längst nicht mehr aus. Statt der notwendigen 2.100 Kalorien pro Tag können viele Betroffene nur noch die Hälfte dieser Menge erhalten, was ausschließlich auf finanzielle Kürzungen zurückzuführen ist.
Lukas Eichelter, ein Mitarbeiter des Welternährungsprogramms, schildert die dramatische Lage vor Ort. In der sudanesischen Hauptstadt Khartum, die durch den anhaltenden Konflikt schwer zerstört ist, sind die Spuren des Krieges allgegenwärtig. Trotz der Gefahr durch Drohnenangriffe und Minen setzen Helfer wie Eichelter ihr Leben aufs Spiel, um Menschen in Not zu unterstützen. Die Situation ist jedoch prekär: Allein im vergangenen Jahr kamen weltweit über 350 humanitäre Helfer in Krisengebieten ums Leben.
Die Kürzungen der finanziellen Mittel treffen auch Deutschland. Im Haushalt 2025 wurde das Budget für humanitäre Hilfe um die Hälfte auf etwa 1,06 Milliarden Euro reduziert, nachdem es 2022 noch über drei Milliarden Euro betrug. Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, bezeichnete diese Einschnitte als schmerzhaft. Für die Betroffenen in Krisenregionen wie dem Sudan bedeuten sie jedoch eine existenzielle Bedrohung. Ein älterer Mann in Darfur brachte die Situation auf den Punkt: ‚Wenn ihr nicht da wärt, dann würden wir verhungern.‘
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
