Empörung über menschenverachtende Aussagen eines israelischen Ministers
Empörung über menschenverachtende Aussagen eines israelischen Ministers
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat die Äußerungen des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir scharf kritisiert. Ben-Gvir hatte in einem Podcast gezielte nächtliche Tötungen von Palästinensern gefordert und diese als ’nicht einmal Menschen‘ bezeichnet.
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat die jüngsten Aussagen des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir als ‚zutiefst beschämend und verantwortungslos‘ verurteilt. Schuster betonte, dass solche Äußerungen den jüdischen Werten widersprächen und Israels internationales Ansehen erheblich schädigten. Er distanzierte sich ausdrücklich von den menschenverachtenden Forderungen des Ministers.
In einem Podcast-Gespräch hatte Ben-Gvir vorgeschlagen, jede Nacht gezielte Tötungen im Gazastreifen durchzuführen, bei denen 30 bis 40 Menschen getötet werden sollten. Dabei betonte er, dass sich diese Maßnahmen nicht nur gegen militante Palästinenser richten sollten, sondern auch gegen andere Bewohner des Gazastreifens, die seiner Meinung nach ’nicht einmal Menschen‘ seien. Zudem sprach er sich für einen Bevölkerungsaustausch und die Ansiedlung von einer Million jüdischer Einwanderer in Israel und den besetzten Gebieten aus.
Auch der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich äußerte sich in ähnlicher Weise und forderte die vollständige Eroberung des Gazastreifens. Er schlug vor, eine Militärregierung einzurichten, neue Siedlungen zu bauen und die Auswanderung der palästinensischen Bevölkerung zu fördern. Diese Aussagen haben international und insbesondere in Deutschland für Entsetzen gesorgt, da sie die Gefahr rechtsextremer Ideologien und deren Auswirkungen auf die politische Lage in der Region verdeutlichen.
Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix
