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  • Haseloff kritisiert westdeutsche Perspektive und sieht Mitverantwortung der Medien für AfD-Erfolg

    Tages Monitor August 18, 2026

    Haseloff kritisiert westdeutsche Perspektive und sieht Mitverantwortung der Medien für AfD-Erfolg

    Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, hat westdeutsche Medien für den Aufstieg der AfD mitverantwortlich gemacht. Er fordert eine differenzierte Diskussion über gesellschaftliche Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland.

    Reiner Haseloff, der frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, hat in einem Interview die Rolle der westdeutschen Medien beim Erstarken der AfD kritisiert. Er betonte, dass die Partei keine rein ostdeutsche Erscheinung sei, sondern ihre Wurzeln und führenden Köpfe überwiegend aus Westdeutschland stammten. Dennoch werde die AfD häufig als ostdeutsches Phänomen dargestellt, was laut Haseloff eine einseitige und problematische Perspektive sei.

    Haseloff bemängelte, dass die Berichterstattung über Ostdeutschland oft von Negativschlagzeilen geprägt sei, die ein verzerrtes Bild der Region zeichneten. Diese Darstellungen verstärkten seiner Meinung nach das Gefühl der Entfremdung und trügen dazu bei, dass die AfD im Osten an Zustimmung gewinne. Er forderte eine breitere gesellschaftliche Diskussion über die Ursachen dieser Entwicklungen, auch mit Blick auf Versäumnisse in Westdeutschland.

    Der CDU-Politiker sprach sich zudem gegen den Begriff der „Brandmauer“ aus und plädierte dafür, die konkreten Folgen einer AfD-Politik stärker in den Fokus zu rücken. Als Beispiel nannte er die wirtschaftlichen Vorteile der EU-Mitgliedschaft, die durch eine EU-kritische Politik der AfD gefährdet würden. Haseloff betonte, dass es Aufgabe der gesellschaftlich relevanten Gruppen sei, die Konsequenzen solcher politischen Entscheidungen klar aufzuzeigen.


    Redaktion und Aufbereitung: AboMatrix

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